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Berührung, Halt, Verbindung: Yoga für die Hände
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Berührung, Halt, Verbindung: Yoga für die Hände

Von Birgit Feliz Carrasco

Deine Hände sind unentwegt im Einsatz für dich – und doch bedenkst du sie wahrscheinlich eher selten mit Wertschätzung. Stell dir mal vor, wie es wäre, wenn deine Hände plötzlich streiken würden: Du könntest dein Essen nicht mehr zum Mund führen, dich nicht an Geländern festhalten, keine Blume pflücken, weder deinen Hund streicheln noch Teig kneten noch deine Worte mit aussagekräftigen Gesten unterstreichen. Wir finden, dass bunter Nagellack und ein paar hübsche Ringe nicht genug sind! Deine Hände verdienen mehr – Anerkennung, Liebe, Pflege.

Wertschätzung für deine Hände mit Yoga

Wie gesagt: Den ganzen Tag erfüllen deine Hände grob- wie feinmotorische Aufgaben – und zwar dein Leben lang. Und genauso, wie es dem Rest deines Körper guttut, sich zu dehnen, sich in alle Richtungen zu bewegen, profitieren auch deine Hände von regelmäßigem Training.

Yoga ist dabei die optimale Bewegungsart. Denn mit jeder Asana, die deine Hände mit deiner Yogamatte, mit der Erde verbindet, trainierst du deine Handmuskeln, kräftigst deine Handgelenke und dehnst deine Fingergelenke. Alleine das Spreizen der Hände und Finger, das Auflegen der vollen Handfläche und aller Fingerflächen beim nach unten blickenden Hund ist eine äußerst wertvolle Übung für deine Hände.


Hier erklärt dir Petros Haffenrichter, wie du den herabschauenden Hund korrekt übst:

Yoga Video Herabschauender Hund - Adho Mukha SvanasanaYogaEasy-Video abspielen
 


Kräftige Finger und Handflächen entlasten zudem deine Handgelenke in anspruchsvolleren Yoga-Positionen. Yoga fördert die Durchblutung deiner Hände auf subtile und gezielte Weise – bei alltäglichen  Bewegungen ist das meistens nicht so. Denn Asanas wirken auf die Hände durch das Zusammenspiel zwischen muskulärer Anspannung und Entspannung.


Lesetipp: „So schützt du deine Handgelenke beim Yoga” von Merle Blankenfeld


Auch wenn du Asanas praktizierst, die deine Hände nicht explizit involvieren, kannst du deine Hände bewusst aktivieren – indem du die Finger spreizt, wenn du sie gen Himmel oder in andere Richtung ausstreckst. Und wenn ich dir im Folgenden mehr über die Reflexzonen deiner Hände, deiner Hand-Chakras und Mudras verrate, kannst du sogar noch viel mehr für dich und deine wunderbaren Hände tun!

Reflexzonen deiner Hände

So wie deine Füße sind auch die Hände in Reflexzonen eingeteilt, die per Massage oder Akupressur verschiedene Körperregionen und Organe stimulieren können. Hände, Füße und auch der Kopf sind Endpunkte von vertikal verlaufenden Energiezonen des Körpers. Werden diese Endpunkte – also die Reflexzonen – aktiviert, werden auch die entsprechenden Körperpartien aktiviert.

Eine Fußreflexzonenmassage wirkt sehr intensiv, weil deine Füße im Tagesablauf meist vollflächig statt punktuell belastet werden. Die Handreflexzonen werden zwar den ganzen Tag in alle Richtungen bewegt, so aber auch nicht punktuell stimuliert. Du kannst mit einer Eigenmassage der Hand-Reflexzonen also viel Gutes für deine Körpervitalität tun. Außerdem ist es leichter, sich selbst die Hände als die eigenen Füße zu massieren!

Reflexzonen Hände

Chakras deiner Hände

Nicht nur entlang der Wirbelsäule sind Tore zwischen deinem feststofflichen Körper und dem umgebenden feinstofflichen Energiefeld zu erspüren, sondern auch ganz besonders an deinen Händen. Die Handchakras kannst du in der Mitte deiner Handinnenseite als empfindliche Stelle ertasten und auch mittig auf den Handrücken. Im Zentrum eines jeden Handchakras liegt punktgenau die Reflexzone des Solarplexus, der auch im Körper als zentrales Chakra gilt und empfindsam auf feinstoffliche Schwingungen in deinem Umfeld, auf das Licht der Sonne (Solar) sowie auf Licht als metaphorischer Lebensspender reagiert. Körperlich wie energetisch sind deine Hände/deine Handchakras über die Arme mit deinem Hals/deinem Halschakra verbunden. Dein Halschakra ist der Ort der Wahrhaftigkeit und deine Hände drücken diese Wahrhaftigkeit als Erfüllungsorgane aus. Physisch (als Unterstreichung deiner Sprache und Wortwahl) wie emotional zeigen deine Hände, was wahr ist: 

  • Zittern oder Schwitzen bei Aufregung
  • Ballen der Hände zu Fäusten bei Stress
  • zärtliche Berührung als Ausdruck von Liebe
  • Niederschreiben ausgewählter Worte für Texte zur Meinungsäußerung oder Beschreibung von Ideen

Mit jeder deiner Yoga-Übungen – und noch intensiver durch Yoga-Mudras – werden deine Hand-Chakras geweitet und animiert, über das normale Maß hinaus viel feinstoffliche Energie aufzunehmen, den Prana-Fluss in deinem Körper zu intensivieren und deine Wahrhaftigkeit und Authentizität im Leben zu festigen.


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Metaphorische Bedeutung der Finger

Unsere Hände geben uns Menschen – wie keinem anderen Wesen auf dieser Erde – die Möglichkeit, unsere Interaktionen, unser Umfeld, ja, unser Leben zu gestalten. Darüber hinaus werden in verschiedenen Traditionen aber auch jedem Finger Elemente, Chakras, Planeten und psychologische sowie spirituelle Eigenschaften zugeordnet. Dieses Wissen kannst du beispielsweise für erwünschte Heilwirkungen (über die Zuordnungen der Reflexzonen hinaus) oder für deine Bewusstheitsentwicklung einsetzen.

1. Daumen

  • Element: Feuer
  • Solarplexus-Chakra
  • Planet: Mars
  • Ich-Behauptung
  • kosmisches Bewusstsein

2. Zeigefinger

  • Element: Luft
  • Herz-Chakra
  • Planet: Jupiter
  • Selbst-Wertschätzung
  • individuelles Bewusstsein

3. Mittelfinger

  • Element: Äther
  • Hals-Chakra
  • Planet: Saturn
  • Verantwortungsfähigkeit
  • Sattva-Guna

4. Ringfinger

  • Element: Erde
  • Wurzel-Chakra
  • Sonne
  • Du-Beziehung
  • Raja-Guna

5. Kleiner Finger

  • Element: Wasser
  • Sakral-Chakra
  • Planet: Merkur
  • Kommunikationsbereitschaft
  • Tamas-Guna

Mudras

„Mudra” bedeutet aus Sanskrit übersetzt „Siegel” oder „Zeichen”. Es sind im allgemeinen Gesten der Finger oder auch Haltungen des gesamten Körpers, die mit einem Siegel eine gewünschte Wirkung verstärken und feinstoffliche Energien bündeln. Wenn Finger aneinander gelegt oder in bestimmte Postionen während der Ausführung von Mudras gebracht werden, spürt man die Verknüpfung von Energiebahnen sofort. Das fühlt sich in etwa so an wie Magnetpole, die einander anziehen.

In Indien sind Mudras von jeher essenzieller Bestandteil von religiösen Handlungen und vor allem des traditionellen Tanzes gewesen. Es wurden und werden viele Hand- und Körperhaltungen verwendet, die die drei wichtigsten Götter Brahma (der Schöpfer), Vishnu (der Erhalter) und Shiva (der Zerstörer und Neuschöpfer) darstellen. Aber auch in anderen alten Kulturen, besonders des asiatisches Georaums und in der Südsee, integrieren Tempel-Tänzer:innen Fingerhaltungen in ihre Darbietungen. Die filigranen indischen Gebärden und ihre Bedeutungen wurde bereits im 2. Jahrhundert nach Christus in einem Tanzkodex festgelegt. Die populären Epen der Mahabharata und des Ramayana machten Mudras bekannt und beliebt.

Die alten Texte der Gheranda-Samhita nennen 25 unterschiedliche Mudras, und die Shiva-Samhita bezieht sich auf insgesamt zehn Mudras, die laut Anleitung die Konzentration bei der Meditation stützen. Auch in der Hatha-Yoga-Pradipika werden zehn Mudras erläutert, wobei man im Hatha Yoga unter Mudra nicht nur Fingerhaltungen, sondern auch Körperhaltungen, Augenstellungen und Zungenpositionen versteht.


Lesetipp: Wenn du mehr über Mudras erfahren willst, lies unseren Artikel „Alles über Mudras: Ausführung, Wirkung, Tradition”.


Die regelmäßige (am besten tägliche) Praxis von Mudras hat erstaunliche Wirkungen:

  • Deine Wertschätzung für Finger und Hände steigt.
  • Du trainierst die Fingerfertigkeit deiner Hände.
  • Du regenerierst und sensibilisierst die Hände.
  • Du intensivierst den feinstofflichen Energiefluss.
  • Du vitalisierst das gesamte Körper-Geist-System.

Im Folgenden stellen wir dir ganz kurz die wichtigsten Mudras vor. Um ihre Wirkung zu erfahren, probiere sie einfach aus. Mudras kannst du immer, überall und zu jeder Zeit ausführen! Bitte übe immer mit beiden Händen – auch wenn deine passivere Hand weniger flexibel ist und vielleicht das Siegel nicht so gut ausführen kann wie deine Aktivhand.

1. Prana-Mudra – Siegel der Lebensenergie Prana und bewusster Atmung

Prana Mudra

2. Lotus-Mudra – Siegel der Reinheit und der Erleuchtung

Lotus Mudra

3. Chin-Mudra – Siegel des kosmischen und individuellen Bewusstseins

Chin Mudra

4. Rudra-Mudra – Siegel der Verbindung des Herzen mit der Wurzel

Rudra Mudra

5. Yoni-Mudra – Siegel der Fruchtbarkeit und des Neubeginns

Yoni Mudra

6. Jnana-Mudra – Siegel des geistigen Vertieftung

Jnana Mudra

7. Ganesha-Mudra – Siegel der Kraft und Selbstbewusstsein

Ganesha Mudra

8. Vayu-Mudra – Siegel der Mitte und der Leichtigkeit

Vayu Mudra

Meditation: Licht und Liebe

Und vergiss nicht: Deine Hände schenken Licht und Liebe. Dazu sind direkte Berührungen geeignet, aber du kannst sie auch ohne direkte Berührung anderen Wesen zuteil werden lassen. Lade während einer Meditation deine Hände zuerst mit göttlichem Licht auf und lasse es dann durch dich hindurchfließen – zu dem Menschen, den du in dieser wunderbaren Weise berühren möchtest.

Wenn du die nachstehende Meditation ein paar Mal gemacht hast, kannst du auch die Kurzversion im Alltag einsetzen, um dich selbst und andere mit Licht und Liebe zu erfüllen.

  1. Finde eine angenehme Haltung oder Sitzposition und stimme dich innerlich auf die Meditation ein.
  2. Spüre deinen Körper und seine wundervolle Lebendigkeit.
  3. Atme und konzentriere dich auf deine Hände.
  4. Lass los, entspanne deine Hände und lass sie jetzt weich und samtig werden.
  5. Drehe nun deine Handinnenseiten nach oben und breite deine Arme bittend zum Himmel aus.
  6. Richte deine Handinnenseiten zum Universum aus, dorthin wo du dir die Urquelle allen Lebens vorstellst. Die Urquelle ist wie ein Wasserfall, der unablässig strömt und goldenes Licht überallhin leitet.
  7. Stell dir vor, wie das goldene, warme, energetisch hoch angereicherte Licht zu deinen Händen fließt.
  8. Nimm wahr, wie kleine, warme, goldene Sonnen in der Mitte deiner Handflächen entstehen.
  9. Führe nun deine Hände zur Brustmitte und lass die goldene Substanz der Urquelle in dein Herzchakra fließen.
  10. Wiederhole diesen Schöpfungsakt so lange wie nötig und so oft wie möglich.
  11. Du wirst fühlen, wie Wärme und Stärke deine Brustmitte und deinen ganzen Körper flutet.
  12. Wenn du dich wohlig vom Licht der Urquelle erfüllt fühlst, breite deine Arme wieder aus.
  13. Richte eine oder beide Handinnenseiten zu Menschen oder zu Tieren, zu Pflanzen oder Bäumen oder über die ganze Erde aus und streichele mit Licht deiner Hände.
  14. Streichele mit Licht und Liebe.

Love and light
Birgit Feliz Carrasco

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