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Warum 15 Minuten Yoga täglich so effektiv sind
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Warum 15 Minuten Yoga täglich so effektiv sind

Von Dana Pukowski

Yoga jeden Tag. 365 Tage im Jahr. Auch an Geburtstagen, Sonn- und Feiertagen und sonstigen Anlässen mit jeder Menge Entschuldigungspotenzial. Während du das auf dich wirken lässt, beginnt dein Geist (meiner übrigens auch) vermutlich die lange Liste an Gründen runter zu rattern, warum das auf gar keinen Fall geht.

Ich kenne das nur zu gut. Zugegebenermaßen brauchte auch ich erst eine Pandemie, um die Magie der täglichen Praxis in allen Dimensionen zu erfahren. Die Zeit des Lockdowns hat mich ruckartig auf mich selbst zurückgeworfen. Alle Yogastudios hatten geschlossen, die Community hat sich zurückgezogen, die Zeit stand still. Und da stand sie, meine Matte, lächelnd in der Ecke, ein Ort der Ruhe und Verbundenheit. Genau das brauchte ich in dieser Zeit mehrmals täglich. Der Funke sprang über. Kein Tag vergeht seitdem ohne Yoga. Morgens, mittags oder abends. Pranayama, Meditation, Asana-Praxis. Hauptsache ist, ich praktiziere. Ohne geht’s nicht mehr.

5 richtig gute Gründe für deine tägliche Yoga-Praxis

Damit das auch ganz ohne Panik und Pandemie gelingt, haben wir für dich eine Liste an 2/3-Wahrheiten zusammengestellt, warum du lieber täglich praktizieren solltest als nur ein- oder zweimal pro Woche. Bevor du demotiviert den Kopf in den Sand steckst: einmal pro Woche ist tausend Mal besser als kein Mal. Verstehen wir Yoga auch als ganzheitliches Lebenskonzept und Weg zur inneren Einheit, dann ist beständiges Üben der Schlüssel zur Transformation.


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1. Zeitlich durchgetaktet? Macht nichts – 15 Minuten Armkreisen geht immer

Der häufigste Grund, an einer täglichen Praxis zu scheitern, ist, dass wir uns zu viel vornehmen und zumuten. In unserer derart schnelllebigen Zeit sind 60 bis 90 Minuten Praxis täglich fast unmöglich. Wollen wir dann noch ins Studio radeln, Unmengen von Tee trinken und mit den anderen Yogis über die unverschämte Welt da draußen plaudern, werden daraus schnell zwei bis drei Stunden. Das Motto ist: Weniger ist mehr. Mein Kalender ist voll. Dein Kalender ist voll. Und trotzdem ist Platz für 15 Minuten Yoga. Alleine die Startvorlage ist sanfter und zugänglicher. Starten wir mit dem Gedanken, nur 15 Minuten zu praktizieren, ist der innere Widerstand wesentlich geringer. Probiere es aus, du wirst sehen, dass sich deine Yoga-Pause immer öfter in den Alltag integrieren lässt.

2. Schluss mit der Gedankenspirale: Spar dir die Energie für etwas Schönes

Solange du dir jeden Tag die Frage stellst „Soll ich mich heute zum Yoga aufraffen?“, verschwendest du unfassbar viel Energie. Du lieferst deinem Geist eine sensationelle Steilvorlage, um kreative Antworten und fadenscheinige Gründe zu erfinden, die dich zu allem bewegen, aber eben nicht in Richtung Yogamatte. Darin bist du bestimmt Vollprofi, aber glaube mir, ich bin besser. Der Schlüssel ist Routine. Und Voraussetzung dafür ist zunächst die Frage, ob du heute Yoga überhaupt praktizierst, für immer feierlich zu beerdigen.

Es bedarf keiner großen Party dafür, aber eine bewusste Entscheidung wäre schon gut. Deine Intention ist ab heute „Ich praktiziere täglich“. Das macht den üblichen nervigen Diskurs zwischen dem sehr lauten Teufelchen links und dem etwas zu säuselndem Engelchen rechts auf deinen Schultern schlicht weg überflüssig. Keine Frage, keine Gedankenkette, keine Zweifel, keine Tricks. Du wirst bemerken, dass in nur kurzer Zeit eine Routine entsteht, die nicht von destruktiven Gedanken überschattet wird. Je regelmäßiger deine Yoga-Praxis ist, desto geringer die Hürde, zurück auf die Matte zu finden. Du kennst das, der unbezwingbare Mount Everest kurz vor der Matte. Ein Berg, der jedes Mal Kraft kostet. Spar dir diese Energie einfach für etwas, das dein Herz erfreut.

3. Deine tägliche Praxis wird zur Gewohnheit und macht Lust auf mehr

Das ist das Beste, was passieren kann. Dein Weg führt vom Denken zum Tun und endet beim Sein. Du kreierst durch deine Yoga-Praxis eine herrliche Erfahrung. Diese Erfahrung wird in deinem Zellwissen gespeichert. Wiederholst du diese Erfahrung täglich, konditionierst du deinen Geist und Körper darauf, sich auszubalancieren. Stell dir vor, du bist eine Festplatte mit endloser Speicherkapazität. Du kannst auf diese Festplatte zurückgreifen, diese Erfahrung abrufen, immer routinierter, sodass deine Yoga-Praxis natürlicher und müheloser wird. Körper und Geist können direkt auf die Erfahrung vom Vortag zurückgreifen, das Zellwissen weiter anreichern und an diese Erfahrung anknüpfen. Das ist die Grundlage für eine nachhaltige Transformation. Und noch viel schöner ist: Je frischer die positive Erfahrung, desto mehr Bock haben wir einfach, direkt wieder auf die Matte zu springen. Lust auf mehr macht Laune und bringt Leichtigkeit und Freude in deine Praxis. Jackpot!

4. Yoga Sutra: Patanjali spricht von ununterbrochenem Üben

Für alle Philosophen unter euch, finden wir definitiv auch einen Hinweis in den Yoga Sutren. Scannen wir den achtgliedrigen Pfad des Yoga, werden wir schnell bei den Niyamas fündig. Sie fassen Verhaltensregeln zusammen, die sich auf deine persönliche Disziplin beziehen. Die Antwort ist glasklar: Tapas ist die Fähigkeit, sich bewusst und ununterbrochen auf dem Yogaweg zu bemühen. Du hast es bestimmt bemerkt, das Zauberwort ist „ununterbrochen“. Nur mit der nötigen Disziplin, Vertrauen, Hartnäckigkeit und Ausdauer wird es uns gelingen, regelmäßig und ohne Unterbrechungen zu praktizieren. Das Yoga Sutra lässt keinen Zweifel offen, nur mit der nötigen Portion Tapas (ich muss immerzu an Gran Canaria denken) werden wir also die ständigen Hindernisse auf unserem Yogapfad bewältigen und unserem persönlichen Yogaziel näherkommen.

Ein Alltagsvergleich: Du möchtest 2000 Meter ohne Pause schwimmen können, ohne ständig nach Luft zu schnappen und hilflos am Beckenrand abzuhängen? Kein Zwang, kein Wunsch, kein Vergleich, keine Entschuldigung werden dir dabei helfen. Du weißt es, nur der tägliche Sprung ins kalte Wasser ohne Pause aus freien Stücken wird dir dabei helfen dieses Ziel zu erreichen. Apropos Ziele, noch so ein wichtiger Grund sich täglich auf die Matte zu verirren.

5. Intention schafft Materie: Erinnere dich täglich, was hat dich zum Yoga geführt hat

Warum du zum Yoga gefunden hast, ist eine Frage, die nur du beantworten kannst. Sie ist ganz individuell, und nicht selten stehen bewegende Geschichten dahinter. Deine Geschichte ist der Schlüssel zu deiner Intention. Gelassenheit, Ruhe, Kraft und Vitalität, weniger Denken, mehr Fühlen, Selbstliebe. Diese Liste lässt sich unendlich weiterführen. Es gibt kein Richtig und Falsch. Je öfter du dir deine Intention vor Augen führst, je öfter du dich fragst, warum du auf der Matte bist, desto mehr manifestierst du sie. Bewusstsein schafft eben Materie. Wenn du dir den Grund täglich ins Gedächtnis rufst, du dir deine Intention täglich bewusst machst, deinen Kompass darauf ausrichtest, immer wieder neu, ist sie nicht länger nur eine Intention. Sondern Realität.

Das ist alles kein Grund, perfektionistisch zu sein, kein Grund sich zu stressen, kein Grund sich zu geißeln. Beobachte dich lächelnd bei deinen Anläufen auf die Matte, registriere deine herrlichen Gedankenketten und bemerke deine Ausflüchte. Sieh ein, dass du ein echt harter Brocken bist, und dass der Mount Everest auch noch das Zeug hat, zum Gletscher zu werden. Aber wenn nur ein Grund dich hier überzeugt hat, dann lass diesen Grund zum Mantra werden, sich manifestieren, und ehe die Matte zurücklächeln kann, bist du schon inmitten deiner wohltuenden Praxis.

Du möchtest direkt loslegen mit deinen heutigen 15 Minuten? Wie wäre es mit dieser kurzen Aufwärm-Praxis mit Anna Rech:

Yoga Video Aufwärm-Praxis zur AktivierungYogaEasy-Video abspielen


In dieser Podcast-Folge verrät Yogalehrerin Annika Isterling dir übrigens, wie du deine Home-Yoga-Praxis am besten umsetzen kannst:


Du brauchst noch mehr Inspiration, wie du wirklich jeden Tag 15 Minuten Yoga üben kannst? Unter diesem Artikel findest du drei weitere Videovorschläge, die dir den Einstieg ganz leicht machen. Also Matte ausrollen – und los!

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