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Pferdeschwanz oder Bob? Die beste Frisur fürs Yoga
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Pferdeschwanz oder Bob? Die beste Frisur fürs Yoga

Von Katharina Goßmann

Pferdeschwanz, Bob oder Pixie-Cut?

Wenn beim Yoga die Haare ins Gesicht hängen, ist das kein Drama. Erfahrende Yogi:nis nutzen solche oberflächlichen Ablenkungen sogar freudig, um ihre Konzentration zu schulen und bewusst bei sich zu bleiben. Für alle Anfänger:innen und Monkey Minds ist es aber (erst mal) praktischer, die Haare vor der Yogastunde so zu stylen, dass sie beim Üben nicht stören.
Morgen Yoga Programm
Das ist nicht so leicht, wie es scheint. Denn bei einer durchschnittlichen Yoga-Praxis wirst du wahrscheinlich mit allen Seiten deines Körpers auf dem Boden liegen, dynamisch springen, deinen Kopf in alle möglichen Richtungen beugen und möglicherweise sogar darauf stehen. Es kann auch sein, dass du deinen Kopf mit den Händen umfasst, etwa bei der seitlichen Nackendehnung. 

Die perfekte Yoga-Frisur muss alle diese Haltungen und Bewegungen mitmachen, ohne dass du mit Haargummis oder Haarsträhnen hantieren musst. Also lass uns die klassischen Hairstyles auf ihre Yoga-Tauglichkeit überprüfen!

1. Lange, offene Haare: Nur für Erleuchtete

Lange, offene Haare sind einfach herrlich: Wie sie das Gesicht umschmeicheln, bei einer sanften Brise wellenartig ihre:n Träger:in umspielen... Gerade in der spirituellen Szene finden sich viele, die den Friseur nur selten ranlassen und mit einer Prachtmähne glänzen. Die sie meist offen tragen – denn warum sollten sie ihr Haar seiner natürlichen Freiheit berauben?

Auch bei der Yoga-Praxis präferieren Langhaarfetischist:innen die offene Mähne. Kaskaden von Haarsträhnen umhüllen ihren Körper bei Trikonasana, bei der stehenden Vorbeuge wird der Boden gefegt, und Katze-Kuh üben sie am liebsten dynamisch – da fliegen die Haare so schön von vorne nach hinten, und dann wieder zurück.

Wer dagegen eher pragmatisch veranlagt ist (oder schlicht keine Lust hat auf haarige Show-Elemente beim Yoga), dem kann nur abgeraten werden vom offenen Langhaar. Zum einen schwitzt du unter dem Haarteppich – wenigstens bei dynamischen Yoga-Stilen und im Sommer – ganz schön, garantiert hängt dir ständig eine Strähne in die Augen und im schlimmsten Fall verheddern sich in Kurmasana die Haare so, dass du ohne Schere nicht mehr aus der Haltung herauskommst...

Allerdings: Beim Meditieren kann man sich die Decke um die Schultern sparen, wenn die Haare lang und dicht genug sind!

2. Pferdeschwanz: auf dem Rücken liegen ausgeschlossen

Yoga Haare Pferdeschwanz

Auf den ersten Blick scheinen sich alle Probleme langer Haare mit einem Pferdeschwanz lösen zu lassen. Dafür bringt dieser haarige Klassiker andere Schwierigkeiten mit sich. Zum Beispiel, dass so ziemlich jede liegende Haltung auf dem Rücken unmöglich wird. Blöd. Das ließe sich zwar vermeiden, wenn du den Pferdeschwanz sehr hoch ansetzt – aber dann siehst du a) wie ein Schulmädchen aus und kannst b) keinen Kopfstand machen. Doppelt blöd. 

3. Dutt und Dödel: die Platzierung macht den Unterschied

yoga haare dutt

Besonders beliebt bei Trend-bewussten Damen, Herren und Diversen ist der Dutt. Der allerdings bringt leider exakt die gleichen Herausforderungen mit, aufgrund derer wir den Pferdeschwanz leider vom Yoga-Unterricht ausschließen mussten.

Ein bisschen extravaganter sind zwei Dutte (ja, das ist die korrekte Mehrzahl) jeweils links und rechts, seitlich oben am Kopf. Wenn die Platzierung dieser (auch als „Björk-Dödel” bekannten) Frisur korrekt ist, kannst du damit problemlos sowohl auf dem Rücken und den Seiten liegen wie auch auf dem Kopf stehen. 

Übrigens wurde ich in Indien vor einigen Jahren von einer netten Salwar Kamiz-Verkäuferin für meinen Doppel-Dutt gelobt – weil sie den „klassisch indisch“ fand. Gute Voraussetzungen für eine Yoga-Frisur!

4. Eingeflochtene Haare: Wer's kann...

Das Grundproblem von Pferdeschwanz und Dutt(en) ist ja der störende Knubbel, der vom Haargummi geformt wird. Den kannst du vermeiden, indem du deine Haare einfach flichtst. Das sieht schick aus, und es gibt so viele kreative Flechtfrisuren, dass für jede:n etwas dabei sein sollte.

Allerdings: Wenn du (wie ich) zu den Menschen gehörst, die absolut unfähig sind eine halbwegs anständige Flechtfrisur zu produzieren – egal, wie viele YouTube-Tutorials du guckst, wie viele Spiegel du um dich herum aufstellst und wie viel Zeit du einplanst – dann fällt diese Option leider flach.

5. Turban, Kopftuch und Stirnband: Von Kundalini bis Tennis

yoga haare turban

Auch für deine Frisur kannst du beim Yoga Hilfsmittel benutzen. Wenn du neben Yoga auch gerne Aerobic machst oder Tennis spielst, kannst du ein Stirnband nutzen – das hält jedenfalls Haare und Schweiß von den Augen fern. Oder du greifst zur hippen Variante des traditionellen Reinigungskraft-Kopftuches, das hat denselben Effekt und ist nicht ganz so peinlich. 

Für Yogi:nis kommt allerdings noch eine andere Option in Frage: der Turban. Speziell, wenn du dich für Kundalini Yoga interessierst, solltest du die Energie-konzentrierende Haarbändigungsmethode unbedingt mal ausprobieren. Nicht wenige, die Turban-Träger:innen zunächst skeptisch betrachten, sind später überzeugte Fans!

Hier zeigt dir der Kundalini-Yogalehrer André Sat Ravi Singh Danke, was du für einen Turban brauchst und wie du ihn korrekt bindest:

Yoga Video Tutorial: Wie binde ich einen Turban?YogaEasy-Video abspielen

4. Bob: kann man machen

Je kürzer die Haare werden, umso weniger stören sie bei deiner Yogapraxis. Wer also den klassischen Bob trägt, ist auf den ersten Blick gut aufgestellt: Haare hinters Ohr geklemmt, und los geht es! Gut, manchmal zuppelt sich dann doch eine Strähne los und hängt schweißverklebt im Gesicht. Nervt. Wenn du die dann zwanghaft alle fünf Sekunden nach hinten streichst, nervt das noch mehr. Und ein Pony steht ja auch nicht jeder:m. 

Urteil: geht besser.

6. (Extrem) kurze Haare: Perfekt!

Nach dem Ausschlussverfahren fehlt uns zu einem guten Ende nur noch eines: die Kurzhaarfrisur. Denn wer die Haare kurz trägt, den drückt nichts, dem fällt nichts vor oder in die Augen, der muss nichts hinter die Ohren streichen. Ja, es kommt noch besser: Wer sich die Haare fast oder komplett absäbeln lässt, beweist gleichzeitig damit, dass er jegliche irdische Eitelkeit und Oberflächlichkeit hinter sich gelassen hat. Extrem schick!

Fazit: Wenn du nicht schon mit kahlrasiertem Schädel im Ashram lebst, dann leih dir heute noch einen Langhaarschneider aus und geh ans Werk – und danach völlig befreit auf die Matte...

yoga haare glatze

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