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Online vs. offline: Mit Yoga zur gesunden Balance
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Online vs. offline: Mit Yoga zur gesunden Balance

Von Birgit Feliz Carrasco

Die Fakten rund um unseren Internetkonsum

Rund drei Viertel aller Deutschen sind in ihrer Freizeit durchgehend online, manche sogar mit mehreren Geräten gleichzeitig. Das stellte eine Studie „Schalt mal ab, Deutschland!” im Auftrag der Techniker Krankenkasse fest. Es zeigte sich – unabhängig davon, wofür das Internet genutzt wurde – ein deutlicher Zusammenhang zwischen Internetkonsum und auftretenden körperlichen oder psychischen Problemen:

  • 36 Prozent der Vielsurfer fühlen sich erschöpft und gestresst. 
  • 30 Prozent der Vielsurfer geben Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen als Folge an.
  • 38 Prozent der Vielsurfer stellen Nervosität und Gereiztheit an sich fest.
  • 40 Prozent leiden unter niedergedrückter Stimmung bis zur Depression. 
  • 62 Prozent aller Nutzer (Vielsurfer und Wenignutzer) sowie 77 Prozent der Online-Gamer klagen unabhängig von Nutzungszeiten über Muskelverspannungen im Nacken und Rücken.

Licht und Schatten des Internets 

Die Welt vor 25 Jahren – ohne Smartphones, Instagram-Account und Slack – war eine andere: mit weniger Zeitdruck, langsamer, entspannter, mit weniger Fokus auf die das visuell Sichtbare, auf Konsum und Unterhaltung. Es gab weniger Ablenkung und dadurch automatisch mehr Zeit für den direkten zwischenmenschlichen Kontakt.


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Allerdings war auch der Zugriff auf (vor allem) internationale Kultur, auf globale Wissensquellen und Weisheit wesentlich schwieriger. Aus spiritueller Perspektive haben die Entwicklung und Ausbreitung des Internets die menschliche Gemeinschaft nicht nur vor Herausforderungen gestellt, was Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Authentizität angeht, sondern auch ein globales Bewusstsein beschert. Denn es ermöglicht dir und mir und vielen anderen Leuten, jederzeit online miteinander in Verbindung zu treten, einander zu informieren, inspirieren und auf vielfältigste positive Weise in Kontakt zu kommen. Mithilfe des Internets können wir uns selbst ermächtigen, uns weiterbilden. So dient das virtuelle Netz auch einer spirituellen Vernetzung.

„Wissen ist Macht.”

Francis Bacon (1561 - 1626)

Entscheidend dabei aber ist, wie du das Netz nutzt – denn wo Licht ist, ist auch immer Schatten.

Die Schattenseiten des Internets

  • Selbstdarstellungs-Eitelkeit und Ego-Wahn in den sozialen Medien
  • Online-Mobbing unter Kindern
  • Spielsucht bei Jugendlichen und Erwachsenen
  • achtlose Kommunikation und mangelndes Verantwortungsgefühl durch die (relative) Anonymität des Internets – im Extremfall: Trolle, Hass-Kommentare, Drohungen etc.
  • permanente Bewertungen mit Likes, Herzchen etc.
  • und nicht zuletzt die Gefahr des Missbrauchs von persönlichen Daten

Die Lichtseiten des Internets

  • Informationen über alles, was es gibt
  • weltweite Kommunikation
  • Crowdfunding für nachhaltige und soziale Geschäftsideen
  • Vereinfachung von Bürgerpetitionen etc. zur Einflussnahme auf die Politik
  • Spenden für soziale oder humanitäre Projekte, für Kulturschaffende und Blogger
  • umweltschonende Seminarteilnahme-Möglichkeiten weltweit ohne zu reisen
  • Online-Aus- und Weiterbildungen
  • Coaching oder Heilkonsultationen für Ratsuchende
  • und nicht zuletzt: Yoga online!

Wir von YogaEasy versuchen seit 2009 Licht in dein Leben zu bringen – mit Yoga-Videos für jede Gemüts- und Lebenslage, jedes Alter und Fitness-Level, mit inspirierenden und motivierenden Artikeln, Pocasts und seit Kurzem auch Live-Klassen und Online-Ausbildungen. Und das tun wir mit Überzeugung online. Denn so können wir alle erreichen, die eine Internetverbindung haben, mit etlichen kostenlosen Angeboten und einem monatlichen Preis, der in Großstädten für nur eine Yogastunde fällig wird. YogaEasy wäre ohne Internet nicht möglich, und (nicht nur) deshalb sind wir unglaublich dankbar dafür, dass es existiert!

Mit Yoga zur gesunden Online-offline-Balance

Yoga ist heilsam für alle Belange des Lebens, weil es dich körperlich wie mental und emotional zu dir bringt. Und wenn du in Balance, in deiner Mitte bist, weißt du, was dir gerade guttut. Du fühlst genau, was du willst, was du brauchst – und was schädigend, was zu viel ist. Zudem schenken dir eine regelmäßige Yoga- und Meditations-Praxis auch die Klarheit und das Selbstbewusstsein, auf dieses Gefühl zu hören. Die Gefahr, zum totalen Internet-Junkie zu werden, ist damit praktisch schon gebannt!

Zudem lehrt Yoga auch die Fähigkeit des „Pratyahara”, was aus dem Sanskrit mit „Sinnesrückzug” oder „Beherrschung der Sinne” übersetzt werden kann. Dabei geht es darum, Sinneseindrücke meditativ zu minimieren oder auszublenden, um den Geist zu klären, den Kopf zu leeren. Ein weiterer wichtiger und sehr heilsamer Ansatz für uns Menschen des digitalen Zeitalters.

Konkrete Tipps für deinen Online-Alltag

  • Frag dich, warum du Selfies, Kommentare und Co. auf den sozialen Medien postest, warum du den ganzen Tag per WhatsApp kommunzierst, weshalb du ein YouTube-Video nach dem anderen guckst und in jeder freien Minute durch irgendwelche Feeds scrollst? Welche Gefühle verdrängst du damit? Fütterst du dein Ego? Beugst du dich dem Gruppenzwang? Weißt du schlicht nicht mehr, was du tun sollst ohne Smartphone in der Hand?
  • Überlege: Was gibt dir deine Online-Präsenz vermeintlich, was dir eigentlich in deinem Offline-Leben fehlt? Kontakt, Aufmerksamkeit, Lebendigkeit? Wie könntest du dafür sorgen, dass dein reales Leben so aufregend wird wie dein digitales?
  • Dann entscheide bewusst, was du online tun möchtest und was nicht und in welchem (zeitlichen) Ausmaß. Erobere dir die Kontrolle über deine Lebenszeit zurück! Es gibt viele Smartphones und Apps, die es dir ermöglichen, deine Online-Zeit zu managen: Sperre das Internet von 20 Uhr bis 7 Uhr morgens, begrenze deine Screenzeit auf TikTok, Facebook und Co., sperre bestimmte Seiten, die du gar nicht mehr nutzen möchtest.
  • Lege – ganz analog – bei persönlichen Gesprächen, beim Fernsehen oder bei Festnetz-Telefonaten dein Handy möglichst weit weg, sodass du nicht in die Versuchung kommst, auf Nachrichten etc. zu reagieren, während du dich ja eigentlich auf etwas anderes konzentrieren möchtest.
  • Internetfasten (auch „Digital Detox” genannt), etwa am Wochenende, ist zwar erst mal herausfordernd – „Ich verpasse sicher gerade was super Aufregendes! Und was mache ich jetzt mit meinen Händen?” – fühlt sich dann aber erholsam wie ein kleiner Urlaub an! Diese zeitweise, bewusste Online-Abstinenz eröffnet dir Freiräume, um beispielsweise mit heilsamen Asana- und Pranayama-Übungen zu dir zu kommen.

„Dann stehen uns die Sinne ganz und gar zu unserer Verfügung.”

Patanjali, Yoga Sutra 2.55

In diesem Sinne sende ich dir Love and Light und wünsche dir eine wunderbare Zeit on- wie offline!
Birgit Feliz Carrasco

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