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 Mut: Wie Yoga dich zum Superhelden macht
Sammie Vasquez bei Unsplash

Mut: Wie Yoga dich zum Superhelden macht

Von Katharina Goßmann

Mut gilt aus gutem Grund als erstrebenswerte Eigenschaft. Nicht nur, weil er für heldenhafte Taten verantwortlich ist – dass sich Feuerwehrmänner in lodernde Flammen werfen, Demonstranten gegen Unrechtsregimes auf die Straße gehen und ÄrztInnen ihre privaten Wünsche hintanstellen, um in Flüchtlingslagern Kinder zu versorgen. Sondern auch, weil Menschen, die mutig durch ihr Leben schreiten, so viel mehr von demselben haben: ob sie den Mut haben, mit dem Rucksack die ganze Welt zu bereisen, ihren ungeliebten (sicheren) Job zu kündigen und sich endlich ihrem Traumberuf zu widmen oder trotz Widerständen zu ihrer Sexualität zu stehen und sich dadurch eine glückliche Beziehung ermöglichen.

Definition: Mut ist...

Der Duden sagt, Mut sei die „Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden” beziehungsweise die „Bereitschaft, angesichts zu erwartender Nachteile etwas zu tun, was man für richtig hält”. Mut ist also nicht, keine Angst zu haben. Es bedeutet auch nicht, die Situation falsch einzuschätzen und sich aus Unwissenheit mit riskantem Verhalten in Gefahr zu bringen. Vielmehr bedeutet es, das Richtige zu tun, egal, wie unangenehm es ist. Für das loszugehen, woran du glaubst, egal wie anstrengend die Konsequenzen sind. Für deine Werte einzustehen, auch wenn die nicht populär sind.


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Angeblich ist Mut ja erblich. Ob du dich also begeistert in neue Herausforderungen wirfst oder unbekannte Situationen dich eher einschüchtern und mit Angst erfüllen, ist teilweise vorbestimmt. Das heißt aber nicht, dass du nicht an deinem Mut arbeiten kannst!

Der entscheidende Trick beim Mutigerwerden: einfach machen. Jedes Mal, wenn du dich bewusst dazu entscheidest, etwas mutig anzugehen, wächst dein Mut. Denn du beobachtest dich und merkst: „Oh, ich bin ja mutiger als gedacht!” Und auch die positiven Erfahrungen, die auf dein mutiges Handeln folgen, werden dich motivieren weiterzumachen. 

Das klingt erst mal einfach. Was aber, wenn dir schon die ersten Baby-Mut-Schritte zu viel sind? Und was, wenn du es endlich schaffst, mutig zu handeln und dann damit auf die Nase fällst? Konkret: Welche Voraussetzungen helfen dir, deinen Mut zu entwickeln? Welche Qualitäten solltest du pflegen, welche Grenzen erweitern, um mutiger zu werden?

Die Voraussetzungen für Mut oder: Wie Yoga dich mutig macht

1. Werte und Ziele: Wissen, was dir wichtig ist

Als Erstes musst du herausfinden, WARUM du mutig sein willst. Wer keine Werte, Ziele, Leidenschaften hat, der braucht keinen Mut. Der kann auch bequem mit dem Strom schwimmen. Also frage dich: Wofür will ich einstehen? Wofür brennt mein Herz?

Diese Fragen sind manchmal gar nicht so einfach zu beantworten. Während du als Baby noch ganz genau wusstest, was dir gefällt und was nicht, prasseln im Laufe deines Heranwachsens zahllose Meinungen auf dich ein: Du wirst geprägt durch die Werte deines Elternhauses, willst deiner Peer-Group gefallen, und die Medien wiederholen in Endlos-Schleife die aktuelle gesellschaftliche Meinung. 

Um deine innere Stimme zu hören, ist Meditation eine unschätzbare Hilfe. Wenn du regelmäßig meditierst, spürst du immer deutlicher, wie es dir wirklich geht, kommst so näher an deine Werte, an das, was du gut findest, und was nicht. Und kannst dann für deine Ideen, für dein Leben losgehen. Weil du weißt, was du willst. Weil du weißt, wofür du es machst, und zwar aus tiefstem Herzen. 

Probiere doch mal diese Meditation von Annika Isterling aus, bei der du dich mit deinem innersten Kern verbindest:

meditation_verbundenheit_selbst_YogaEasy-Video abspielen

2. Innere und äußere Stärke dank Yoga

Um mutig deine Überzeugungen zu vertreten, brauchst du Kraft. Und zwar innere und äußere Kraft. Wenn du mit Stress umgehen kannst, deine Nerven behalten und bei dir bleiben kannst, hilft dir das, gegen die vorherrschende Meinung anzudiskutieren. Und auch, wenn du nicht selbst Hand anlegen musst bei der Renovierung der Räumlichkeiten für deine neue Firma oder deinen Umzug in dein Traumland, wird dir ein starker, gesunder Körper dabei helfen, solche Pläne kraftvoll umsetzen zu können.

Yoga ist dabei ein unschätzbar wertvolles Tool: Es reduziert Stress, entspannt Körper und Geist und stärkt gleichzeitig deinen Körper – sodass du auch in den herausfordernden Phasen deines Lebens stabil und gesund bleibst. 

Vielleicht probierst du es gleich mal aus mit diesem Flow für Kraft und Balance von Nina Heitmann:

Yoga Video Stärkender Flow: Kraft und BalanceYogaEasy-Video abspielen

3. Selbstbewusstsein: Ich darf so sein, wie ich bin

Zu wissen, was du willst, ist der erste Schritt – aber nun musst du es deiner Umwelt vermitteln, musst (vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben) ehrlich sagen, was du brauchst und willst. Dafür wirst du Selbstbewusstsein brauchen und auch das Gefühl, dass du das Recht hast, deine Meinung zu sagen, dass sie gehört und respektiert wird. 

Viele von uns haben eher gelernt, sich unterzuordnen, zu funktionieren, andere glücklich zu machen. Was dir helfen kann, aus dieser Selbstverleugnung auszusteigen, sind nicht nur deine Überzeugungen (siehe Punkt 1) und deine innere und äußere Stärke (siehe Punkt 2). Auch die Yoga-Philosophie wird dich dabei unterstützen. Denn im Yoga lernst du, dich so zu akzeptieren, wie du bist, dich nicht zu vergleichen, deine Einzigartigkeit zu schätzen. So entwickelst du mehr Selbstliebe – und auch das Selbstbewusstsein zu sagen: Das hier ist mein Weg, das ist das, was ich brauche. 

4. Sicheres Lernfeld Yoga: Du übst auf der Matte, aber für das Leben

Yoga übst du auf der Matte – und nicht auf der Straße oder im Wohnzimmer. Wenn beim Yoga etwas nicht klappt, wenn du nicht in den Handstand kommst oder aus dem Baum fällst, dann wirst du weder entlassen noch geschieden. Sprich: Alle Erfahrungen, die du beim Yoga machst, sind sichere, spielerische Erfahrungen. Das erleichtert es dir, deine inneren und äußeren Grenzen zu erweitern. Ob du dich in den Kopfstand traust oder beim Partner-Yoga deine Scheu ablegst, fremde Menschen zu berühren – alle Erfahrungen, die du beim Yoga machst, nimmst du mit in dein Leben außerhalb des Yoga-Raums. Auch, wenn dir das gar nicht auffällt. Und so erweiterst du deinen „Spielraum”, wirst immer stärker und traust dir immer mehr zu.

5. Das Leben ist Veränderung: Keine Angst vor der Unsicherheit

Alle Menschen sehnen sich nach Sicherheit. Biologisch ist das durchaus sinnvoll: Wer sich weniger Risiken aussetzt, erhöht seine Überlebenswahrscheinlichkeit. Um mutig zu leben, ist es aber unvermeidlich, sich freiwillig aus bekannten, sicheren Situationen in die Ungewissheit zu stürzen.

Dieser Schritt ist für die meisten von uns mit großer Verunsicherung verbunden. Wenn du weißt, warum du ihn gehst und dich stark und selbstbewusst fühlst (siehe 1.), wird er dir zwar deutlich leichter fallen – es gibt aber noch etwas, das dir dabei helfen kann: die Erkenntnis, dass das Leben Veränderung ist. Dass sich alles ständig ändert – egal, wie sehr du versuchst, es festzuzurren und festzuhalten (mehr darüber erfährst du in unserem Artikel „Go With the Flow: Mit Yoga das Leben annehmen”). Wenn es dir gelingt, das Leben als Fluss zu sehen – mal ruhig, mal reißend, mal geradlinig, mal abwechslungsreich – und es anzunehmen, wird es dir leichterfallen, bewusst deine ruhigen Gewässer zu verlassen. Denn wenn sowieso nichts planbar ist, nichts ewig hält, dann ist doch besser, sich mutig dem Abenteuer Leben zu stellen, als auf ausgetrampelten Bahnen deine Lebenslust zu verlieren, oder?


Du siehst: Wenn du es Schritt für Schritt anpackst, ist Mutigsein gar nicht so schwierig. Wenn du weißt, wofür du kämpfst, und kraftvoll und selbstbewusst das Leben in all seinen Aspekten annimmst, fehlt dir eigentlich nur noch ein Superhelden-Umhang...

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