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Mit Yoga und Meditation Ungewissheit aushalten
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Mit Yoga und Meditation Ungewissheit aushalten

Von Monika A. Pohl

Das Leben ist Veränderung und Entwicklung zugleich. Wenn wir uns jedoch im Freundes- und Bekanntenkreis umschauen und mit den Menschen ins Gespräch kommen, stellen wir schnell fest, dass die Veränderungen, zumindest gefühlt, in den vergangenen Jahren an Häufigkeit und Schnelligkeit deutlich zugenommen haben. Manchen kommt das entgegen, andere wiederum tun sich mit dem gestiegenen Tempo und den kraftvollen Umbrüchen, die unser Leben zuweilen ganz schön durcheinanderwirbeln können, schwer. Die Corona-Pandemie und ihr ungewisser Ausgang sind ein solches Beispiel. Während die Ungewissheit wächst, tauchen Ängste auf, weil Routinen sich verändern, Gewohntes oder Liebgewonnenes verlorengeht und manch einer sogar gezwungen wird, sich beruflich oder privat neu zu erfinden.

Wie gehst du mit Ungewissheit um? Fühlst du dich ausreichend in der Kraft, ihr zu begegnen und sie auszuhalten, oder macht sie dir Angst, und du fühlst dich ihr ausgeliefert? Tatsächlich lohnt es sich, sie achtsam anzuschauen. Denn oft können wir der Ungewissheit rasch den Schrecken nehmen und sie, mit dem richtigen Know-how und ein bisschen Übung, ins Positive transformieren. Häufig ist nicht die Veränderung an sich das Problem, sondern der Schwebezustand dazwischen. Und gerade den können wir viel öfter selbst gestalten, als uns das manchmal klar ist. Damit lenken und leiten wir das Neue entsprechend unserer Wünsche und Bedürfnisse ein.


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Yoga stabilisiert in ungewissen Zeiten

Das Praktizieren von Yoga kann uns zunächst dabei helfen, Veränderung anzunehmen, statt gegen sie anzukämpfen. Es kann uns Mut machen, unsere Neugier wecken und uns gleichzeitig vor dem Stress, der sich für gewöhnlich in Flucht, Kampf oder im Erstarren äußert, bewahren. Dazu möchte ich dir drei Übungswege vorstellen, die sich nach deiner momentanen Gemütslage und dem Grad deiner Toleranz dem Ungewissen gegenüber richten und zu einem Ganzen zusammengefügt werden können.

Grundsätzlich gilt: Ängste lassen sich überwinden, wenn auch meist nicht sofort. Sie können deutlich an Intensität abnehmen, wenn wir sie einem Realitätscheck unterziehen. Stellst du jedoch fest, dass sie dich zu sehr vereinnahmen und deinen Alltag stark beeinflussen, zögere nicht, dir Unterstützung durch eine vertraute Person oder einen Therapeuten zu suchen. Ansonsten probiere dich aus und schaue, welcher Ansatz für dich der richtige ist. Das kann durchaus je nach Situation oder Tagesform variieren.

Yoga-Übungen für innere Stärke und Stabilität

1, Bei allgemeiner Mutlosigkeit und Verunsicherung: Kraftvolle Standhaltungen und Machtposen

Bei allgemeiner Mutlosigkeit und Verunsicherung empfehle ich dir, den Fokus deiner Übungspraxis auf kraftvolle Standhaltungen und Machtposen zu legen, damit du den Boden unter deinen Füßen wieder spürst, dich gut erden und verwurzeln kannst.

Aus dem Embodiment wissen wir, dass sich Geist und Körper gegenseitig beeinflussen. Das kannst du dir hier wunderbar zunutze machen. So kannst du durch den gewählten Fokus Selbstzweifel abbauen und die eigene Konstitution stärken. Voraussetzung ist, dass du die Asanas über mindestens zwei Minuten hältst und bewusst nach innen spürst, um wahrzunehmen, was die Haltung in dir bewirkt. Neben der Zuversicht, die sich bereits nach kurzer Zeit einstellt, ändert sich oft auch die Perspektive. Sie öffnet deinen Blickwinkel für die Vielfalt der Möglichkeiten. So gewinnst du an Kraft, dich und deine Gedanken neu auszurichten.

In dieser Yoga-Sequenz für innere Stabilität und Kraft mit Veronika Freitag übst du viele Stehhaltungen:

Yoga Video Yoga für innere Stabilität und KraftYogaEasy-Video abspielen

2. Beim Gedankenkarusell: Atem als Anker, Realitätscheck und Meditation

Beim ständigen Gedankenkarussell, das dich durch die Fliehkraft unweigerlich aus der Balance treibt, nutze zunächst den Atem als Anker, um den Zustand zu durchbrechen.

Führe im zweiten Schritt einen Realitätscheck durch.

  1. Wenn deine Gedanken ununterbrochen um ein bestimmtes Thema kreisen oder dich eine spezielle Sorge beschäftigt, gehe kurz zu deinem Worst-Case-Szenario und überlege, wie wahrscheinlich es ist, dass es wirklich eintritt. Oft stellen wir spätestens dann fest, dass es sich dabei um ein unbegründetes Hirngespinst handelt. Alleine dieses Bewusstsein bringt dir Gelassenheit und Entspannung.
  2. Schaue dir andere, weitaus bessere und realistischere Szenarien vor deinem inneren Auge an und wähle eines aus, das sich gut und stimmig für dich anfühlt. Das kann das Best-Case-Szenario sein, muss es jedoch nicht.
  3. Lass die von dir neu gewählte Situation einen Moment lang auf dich wirken und beginne dann mit einer Meditation, indem du aus dem Schneider- oder Lotussitz heraus deinen Oberkörper sanft in Kreisen bewegst und dabei ausatmend genüsslich summst oder wie eine Hummel brummst. Diese Atemübung, die du vielleicht unter dem Namen Bhramari Pranayama bereits kennst, verbunden mit dem Beckenkreisen, wird dir mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit schenken.
  4. Du findest sie als geführte Meditation auf meinem neuen Hörbuch aus dem minddrops Verlag: „Meditation in Bewegung“. Eine Hörprobe daraus erhältst du über den QR-Code am Ende dieses Artikels. Wenn du magst, wechsle nach der Meditation zu den kraftvollen Posen im Stand und setze so deinen Übungsweg fort.

Oder probiere es mit dieser Achtsamkeits-Meditation mit Nina Heitmann, die dich ganz im Hier und Jetzt ankommen lässt:

meditation_achtsamkeit_praesenz_YogaEasy-Video abspielen

3. Bei Bauchschmerzen oder Verdauungsproblemen: Atme Zuversicht und Kraft ein

Leidest du vor lauter Ungewissheit regelmäßig an Bauchschmerzen oder Verdauungsproblemen, dann komme zunächst mit deinem Bauchhirn in Kontakt.

  1. Lege dich entspannt auf deine Matte und lenke deinen Atem tief in deinen Bauch hinein. Atme wenn möglich ausschließlich durch die Nase und lege eine oder beide Hände sanft auf deinen Bauch.
  2. Lass dir Zeit und beobachte, welche Gefühle aufkommen, ohne dich darin zu verfangen. Alles was sich zeigt, darf sein und ist willkommen.
  3. Nach einer Weile stelle dir vor, wie du mit jedem Ausatmen deine Unsicherheit nach außen abgibst und mit jedem Einatmen Zuversicht und Kraft tankst. Bleibe dabei, solange es sich gut für dich anfühlt und du darin verweilen magst.
  4. Im nächsten Schritt empfehle ich dir, den Realitätscheck und im Anschluss daran die Meditation durchzuführen, beides im Sitzen. Alternativ kannst du es zunächst bei der Bauchatmung belassen, sie immer wieder zwischendurch aufgreifen, bis du die Lust verspürst, den Übungsweg fortzusetzen.

Fazit: In jeder Krise liegt das Geschenk des Neuanfangs

Wer regelmäßig Yoga praktiziert, entwickelt ein positives Mindset und bleibt dadurch zuversichtlich, dass der Wind der Veränderung nicht gegen uns, sondern für uns bläst. Denn auch die Coronakrise hat Gutes hervorgebracht. Sie gibt uns die Chance, uns zu resetten, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und uns auf das Wesentliche in unserem Alltag zu konzentrieren. Das Leben ist zwangsläufig mit Ungewissheit verbunden. Die beste Art mit ihr umzugehen, ist sie anzunehmen und sie als Chance statt als Belastung anzusehen.


Tipp: Hör doch mal in Monika A. Pohls Hörbuch hinein: „Meditation in Bewegung“, minddrops Verlag 2020. Scanne den QR-Code und erhalte Zugang zu einer Gratismeditation.

Meditation in Bewegung QR Code

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