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Geh in die Tiefe: Die Macht der Wiederholung
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Geh in die Tiefe: Die Macht der Wiederholung

Von Saskia Schmitz-Tietgen

„Och nö, jetzt macht die schon wieder die gleiche Yoga-Sequenz wie letzte Woche!”, „Zum Ashtanga Yoga geh ich nicht. Die machen immer das Gleiche.” Hattest du auch schon mal ähnliche Gedanken? Suchst du immer Abwechslung und Neues im Yogakurs? Dann ist dieser Artikel für dich! Saskia Schmitz-Tietgen erklärt dir, welche Kraft das beständige Üben einer festen Sequenz entwickeln kann – und was du durch Wiederholung und das Durchbrechen innerer Widerstände lernen kannst.

„Alles Behagen im Leben ist auf eine regelmäßige Wiederkehr der äußeren Dinge gegründet.”

Johann Wolfgang von Goethe

Ist das Yoga – oder kann das weg?

Die Yogawelt ist bunt, und es gibt so wahnsinnig viel zu entdecken – neue Lehrer, Yoga-Festivals und -studios, Tausende von Asanas und, und, und. Gerade, wenn du mit Yoga beginnst, hast du vielleicht Lust, ständig Neues auszuprobieren. Immerhin erlangt deine Körper beständig mehr Kraft und Flexibilität, sodass Asanas, die vor Kurzem noch in weiter Ferne lagen, nun greifbar nah sind und – hoppla – plötzlich von dir „gemeistert” werden. Aber: Ist es nicht eigentlich genau das, was wir vor der Yogastudiotür lassen wollen – die Gier nach dem Immer-mehr, nach Aufregung, Ablenkung und Unterhaltung?


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Die Vorteile der Wiederholung: Erkenntnis und tiefe Wirkung

Aber sind Kreativität und Abwechslung im Unterricht nicht wunderbar, um Yoga in seiner Vielfalt zu erfassen? Ja, klar. Aber genauso wirkungsvoll kann das regelmäßige Üben einer Asana, eines Mantras, einer Meditation oder einer Pranayama-Übung sein.

Denn wenn du dich einer bestimmten Asana oder einer Abfolge von Asanas widmest, lernst du, wie dein Geist funktioniert: Warum machen dich zum Beispiel bestimmte Übungen so wütend, während dir andere ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubern? Wie gehst du eigentlich durch die Asana-Praxis – schummelst du dich schnell durch die Haltungen, die du nicht magst, gibst schnell auf oder verbeißt dich? Welche Muster erkennst du im Denken und Fühlen, wenn du immer wieder dieselben Asanas üben sollst: Wirst du wütend auf die Yogalehrerin und stellst du alles infrage („Das Studio ist wohl doch nicht das richtige für mich”), wirst du bockig oder spulst gelernte Glaubenssätze ab („Handstand konnte ich schon als Kind nicht”)?

Wenn du dich daran gewöhnt hast, immer wieder dieselbe Abfolge zu üben – oder dich entschieden hast, den Yogastil zu praktizieren, bei dem Wiederholung ein essenzieller Teil der Methode ist, sprich: Ashtanga Yoga – passiert zudem etwas Magisches: Da du dich innerlich nicht mehr auf die Abfolge der Asanas konzentrieren musst, wirst du immer fokussierter und konzentrierter – und irgendwann wird dein Üben eine meditative Trance, in der du tief versinken kannst. Und zwar in den reinen Zustand des Yoga.

Auch körperlich kannst du einiges lernen. Eine Asana kann sich bei beständigem, achtsamem Üben nämlich verändern. Vielleicht lösen sich körperliche Blockaden erst mit der Zeit. Dann nämlich, wenn du tiefer gehst, wenn sich Muskulatur aufgebaut hat oder Flexibilität eingestellt hat. Vielleicht verstehst du eine Asana auch erst richtig, wenn du du sie eine Zeitlang übst, kannst genauer erspüren, welche Strukturen angesprochen werden sollen und wie die kleinste Veränderung in der Ausrichtung eine riesige Wirkung auf den Körper (und auf den Geist) haben kann. So erreichst (und erkennst) du durch Wiederholung nicht nur in immer tiefere Ebenen der Asana, sondern auch immer tiefere Schichten deines Geists und deines Körpers.

Tipps für Wiederholungstäter

Vielleicht bist du ja nun auf den Geschmack gekommen und möchtest dich einer Asana oder Yoga-Sequenz intensiver widmen oder eine Meditation in deinen Alltag integrieren?

  • Bei YogaEasy findest du zahlreiche Yoga-Videos zu unterschiedlichsten Yogastilen. Und vielleicht suchst du dir hier eine Sequenz aus, die gerade zu deiner Situation, deinem Thema passt, und praktizierst sie über eine gewisse Zeit mit voller Hingabe und Aufmerksamkeit. Perfekt dafür ist zum Beispiel der „Repeat-Flow” von Valentin Alex:

repeat_flowYogaEasy-Video abspielen

  • Möchtest du zum Beispiel zukünftig täglich auf die Matte steigen und eine Morgenroutine etablieren? Dann kann unser „Best of Morgen-Yoga” genau das richtige Programm für dich sein.
  • Interessiert dich das Thema Mantra? Dann wähle ein Mantra, das in dir direkt etwas zum Klingen bringt, das dich anspricht, und singe es laut, leise, oder summe es täglich. Spüre die Wirkung auf deinen Körper, deine Atmung und deinen Geist. Schau, wie verschieden das Mantra Tag für Tag und in verschiedenen Situationen auf dich wirkt. In unserem Mantra-Programm findest du eine klasse Übersicht über die wichtigsten Mantras und ihre Bedeutungen.
  • Vielleicht interessiert dich eine bestimmte Asana oder eine Yoga-Sequenz, oder du praktizierst den Sonnengruß besonders aufmerksam über eine bestimmte Zeit. Schau, wie sich dein Körper im Laufe der Zeit verändert und wie sich kleinste Änderungen in der Ausrichtung auf Körper und Geist auswirken.
  • Hast du Lust zu meditieren? Es gibt zahlreiche Formen von Meditationen – von der Mantra-Meditation über die Geh-Meditation bis zur Schweige-Vipassana-Meditation. Such dir einfach mal eine Meditation aus und praktiziere sie über eine bestimmte Zeit täglich. Schau, ob es einen Unterschied macht, wann am Tag du sie übst, was im Laufe der Zeit in deinem Geist passiert und wie sich die Meditation auf dein alltägliches Wohlbefinden auswirkt. Perfekt für dein Einstieg ist auch das Anna Trökes Basis-Meditationsprogramm.

Abschließend ist wichtig zu sagen, dass dies weder ein Abgesang noch ein Plädoyer für einen bestimmten Yogastil ist. Auch wenn sich die Ansätze „kreative Yogastunden-Gestaltung” und „feste Reihenfolgen von Asanas” auf den ersten Blick zu widersprechen scheinen, so haben zum einen beide ihren Platz und zum anderen lassen sich sogar wunderbar miteinander verbinden. Denn im Rahmen jedes Yogastils kann man über längere Zeit einen bestimmten Part oder eine Asana achtsam praktizieren.

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