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Entspannt und gesund durch den Advent – dank Yoga!

Entspannt und gesund durch den Advent – dank Yoga!

Von Katharina Goßmann

In der Theorie ist die Adventszeit eine besinnliche, ruhige Zeit mit den Liebsten und Nächsten. In der Realität gestalten sich die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest oft stressig – und enden so manches Mal in einer Konsumschlacht, die Verspannungen, Kopfschmerzen und fünf Kilo mehr auf der Waage nach sich zieht. Aber vielleicht hat der Yoga-Kosmos ja ein paar Tipps, wie Weihnachten auch unter widrigen Umständen ein sinnerfülltes Fest der Liebe und des Friedens wird? 

Gehe in dich: Wie willst du die Adventszeit gestalten?

Um die Vorweihnachtszeit entspannt und wohltuend zu gestalten, musst du erst einmal wissen, was du entspannend findest, was dir guttut. Yoga ist in dieser Hinsicht ein unschätzbarer Verbündeter. Denn eine regelmäßige Yoga-Praxis unterstützt dich dabei, dich (wieder) besser zu spüren. Dir wird öfter bewusst, dass du gerade Stress hast oder deine Schultern verspannt hochziehst. Und auch allgemein wirst du sensibler gegenüber deinen Bedürfnissen: Du merkst deutlicher, was dir guttut und was nicht – zum Beispiel, wann du Ruhe brauchst und wann Bewegung, ob dir gerade eine nährende Mahlzeit mit viel Öl oder eine leichte Suppe hilft.

Speziell, wenn du irgendeine Form von Achtsamkeit praktizierst, wirst du dein Leben viel bewusster gestalten können – und so nicht nur entsprechend deiner Überzeugungen handeln, sondern auch in herausfordernden Phasen entspannt und gesund bleiben können.


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Von dieser erhöhten Bewusstheit kannst du auch im Advent profitieren. Wenn für dich die Weihnachtszeit oft in Stress und Hektik untergeht, kannst du dir die Frage stellen: „Wie möchte ich die Vorweihnachtszeit verbringen?“.

Setz dich dann eine Stunde auf deine Couch und guck aus dem Fenster, meditiere oder geh einfach zu deiner Lieblings-Yogastunde – die Antwort wird kommen, versprochen. Und egal, wie diese Antwort aussieht – ob „Ich möchte dieses Jahr keine Weihnachtsgeschenke kaufen“ oder „Ich möchte keine Süßigkeiten essen während der Weihnachtszeit“ – vertraue dir und handele danach.

Tipp: In unserer Yang-gesteuerten Zeit tendieren wir zum „Zuviel”. Zu viele Geschenke, zu viel Essen, zu viel Trubel. Vielleicht fragst du dich also bei allem, was du für diesen Advent planst: Macht mir das Freude? Ist es wichtig? Stehe ich mit vollem Herzen dahinter?

Advent Weihnachten Yoga

Tipps für die Adventszeit: Stress adé

Die Vorweihnachtszeit und das Weihnachtsfest sind oft mit jeder Menge zusätzlichem Stress verbunden. Neben dem Jahresabschluss-Trubel im Büro wollen Adventskalender gebastelt, Geschenke gekauft, Bäume besorgt, Karten geschrieben werden. Gerade jetzt ist es wichtig, Stress abzubauen, Energie zu tanken, zu dir zu kommen.

1. Mach Pausen – mit Yoga, Meditation und Pranayama

Hier kommt Yoga ins Spiel. Denn du weißt ja: Je mehr zu tun ist, desto mehr Zeit solltest du dir für Pausen nehmen. Starr bitte in diesen Pausen nicht auf das Handy oder lege die Wäsche zusammen. Nutze die Zeit, um wirklich körperlich und geistig zu entspannen und Energie zu tanken.

Optimalerweise baust du den ganzen Dezember über drei „Pausen”-Zeiten am Tag ein – morgens, mittags und abends. Zehn Minuten reichen (mehr ist natürlich toll)! Stell dir am besten eine Erinnerung in deinem Handy-Wecker, bis du die Pausen verinnerlicht hast.

Die „Morgens-Pause” startet direkt nach dem Aufstehen und hilft dir, nicht gleich hektisch in den Tag zu starten: Streck und reck dich erst mal, geh zum Fenster und begrüße den (stockdunklen) Tag dankbar. Verbinde dich innerlich mit deiner Intention („Ich werde eine entspannte Vorweihnachtszeit verleben!”). Vielleicht reicht dir das schon als bewusster, positiver Start in den Tag. Alternativ kannst du natürlich all das tun, was eine Morgenroutine wertvoll macht – Meditieren, Pranayama, Tagebuchschreiben oder eine kurze Sunrise-Sequenz mit Annika Isterling zu praktizieren:

Yoga Video Sunrise Yoga – eine sanfte Yoga-Sequenz am MorgenYogaEasy-Video abspielen

Die „Mittags-Pause” kannst du direkt im Anschluss ans Mittagessen machen. Sie sorgt dafür, dass du – egal, wie viel du zu tun hast, wie sehr du dich von der Hektik um dich herum hast anstecken lassen – wieder zur Ruhe und in deine Mitte kommst. Gehe spazieren, lege dich in die Hängematte oder erfrische dich mit einem „yogischen Mittagsschläfchen”, Yoga Nidra mit Ranja Weis:

Yoga Video Yoga Nidra Teil IYogaEasy-Video abspielen

Die „Abends-Pause” legst du am besten direkt vors Zubettgehen. Denn gerade wenn viel los ist, ist ein Einschlaf-Ritual zum Runterkommen Gold wert. Vielleicht schreibst du kurz nieder, wie der Tag war, meditierst ein paar Minuten oder übst ein paar beruhigende Asanas.

Oder du gehst auf eine Einschlaf-Traumreise auf den Berg mit Nina Heitmann:

Traumreise einschlafen bergYogaEasy-Video abspielen

Tipp: Die Advents-Sonntage eignen sich fantastisch als Pausen-Tage. Zünde morgens den Adventskranz an (also, die Adventskranz-Kerzen natürlich), brunche dann ausgiebig und den Rest des Tages... machst du gar nichts. Na ja, vielleicht guckst du einen weihnachtlichen Film oder spielst ein Brettspiel mit deinen Lieben. Wenn du Freude daran hast, kannst du die Sonntage auch für entspannte Weihnachtsbäckerei oder -bastelei nutzen. Und vergiss nicht, beim Teigkneten/Weihnachtssterne-Falten „Jingle Bells” zu summen!

2. Bewusst gestalten, Prioritäten setzen

Der alte Spruch „Man kann nicht alles haben” klingt erst mal eher negativ. Du kannst ihn aber auch als Befreiung sehen: Du kannst nicht alles schaffen – also entspann dich! Der Tag hat eben nur 24 Stunden. Wenn du glücklich sein willst, solltest du dich also bewusst entscheiden, womit du deine Tage verbringen möchtest. 

Der Weise Patanjali rät in seinen Yoga-Sutren unter anderem zu Satya, Wahrhaftigkeit. Satya bedeutet, dass du so lebst, wie es sich für dich richtig und authentisch anfühlt. Auch an Weihnachten! 

Du musst also nicht bei jedem Weihnachtsritual mitmachen, das aktuell en vogue ist. Wenn du Adventskalender liebst und unbedingt jedem deiner Liebsten einen basteln möchtest, dann mach das und hab Freude daran! (Wobei du vielleicht schon im September damit anfangen solltest – also ab nächstem Jahr jedenfalls –, damit du am Ende nicht doch in Stress kommst.) Falls dir aber Adventskalender schnuppe sind: Ignorier diese Tradition einfach – oder kauf einen der vielen sinnvollen Adventskalender, die es mittlerweile gibt, etwa den „24 Gute Taten”-Kalender, der soziale und nachhaltige Projekte unterstützt.

3. Karma Yoga: Schenke Freude (und nicht Diabetes)

Am 6. Dezember feiern wir den heiligen Nikolaus von Myra, einen Bischof, der zwischen 280 und 286 nach Christus in der heutigen Türkei geboren wurde. Dieser Nikolaus war sehr großzügig – so hinterließ er etwa sein gesamtes Vermögen den Armen. Im yogischen Kontext sprechen wir von Karma Yoga, wenn wir etwas für andere tun, ohne uns davon einen Vorteil zu erhoffen.

Gerade dieses Jahr können wir alle eine Extra-Portion Freude gut brauchen. Vielleicht willst du also zum Nikolaus-Tag deine Kollegen oder deine Nachbarn mit einer Kleinigkeit auf dem Bürotisch oder vor der Tür überraschen? Es muss ja nichts Diabetes-Auslösendes in Aluminiumverpackung sein: Wie wäre es mit ein paar Nüssen, etwas „Selbstgebackenem” – ich persönlich stecke gerne Mandeln in Datteln und dippe dann die Spitze in Schokolade – oder einem hübschen, kleinen Zweig, den du (eventuell mit deinen Kindern) dekoriert oder angemalt hast? Das Entscheidende dabei: dass du an andere denkst und dich daran freust, ihnen eine Freude zu machen – ohne dich in Stress zu bringen. 

4. Aparigraha: Gutes tun statt Konsum

Advent Gesundheit Aparigraha

Es ist immer eine gute Idee, sich zu überlegen, wofür du Geld ausgibst und wie dieser Kauf die Welt beeinflusst. Denn unsere Konsumgesellschaft ist nicht nur für die Klimakrise, die zunehmende Umweltverschmutzung und die rasante Zerstörung natürlicher Ressourcen verantwortlich, sondern sorgt auch dafür, dass unendliche viele Menschen, darunter zahllose Kinder, unter untragbaren Bedingungen für unsere Luxusprodukte schuften müssen. Und auch aus yogischer Sicht ist Aparigraha, die Kunst des Nicht-Hortens und der Besitz-Bescheidenheit (ebenfalls aus den Yoga-Sutren von Patanjali, s.o.), eine bedeutende Lebensregel.

In diesem besonderen Jahr ist es besonders wichtig, dir gut zu überlegen, in welche Geschenke du dein Geld investierst (falls du Geschenke zu Weihnachten sinnvoll findest und es dir aktuell finanziell möglich ist). Millionen von zusätzlichen Menschen sind 2020 in existenzielle Not geraten. Spenden sollten diesen Advent deshalb ganz oben auf deiner Geschenke-Liste stehen. Etwa für Organisationen, die Hungernden helfen oder dafür sorgen, dass die 80 Millionen Menschen, die aktuell weltweit ohne Heimat sind, zu Weihnachten nicht frieren müssen.

Den Rest deines Weihnachtsbudgets solltest du an all die lokalen Geschäfte, Restaurants und Kulturstätten verteilen, die gerade ums Überleben kämpfen. Dieses Jahr sind Gutscheine mal ausnahmsweise nicht peinlich! Und bei der großen Auswahl an Theater-/Kino-/Restaurant-Gutscheinen ist garantiert für jeden deiner Liebsten das perfekte Präsent dabei. Übrigens: Falls du Yoga verschenken möchtest – YogaEasy gibt es auch als Geschenk-Gutschein.

5. Ein bisschen Bhakti, ein bisschen Chillen: Staubflöckchen, Dreckröckchen...

Keine Frage: Eine liebevoll dekorierte, strahlend saubere Wohnung und ein leckeres Fünf-Gänge-Menü zu Weihnachten sind toll – und machen vor allem Bhakti Yogis große Freude. Wenn es dir also Spaß macht, die perfekte Weihnachtsfeier zu veranstalten, dann nimm dir die zwei bis drei Tage vor Weihnachten frei und putze und dekoriere, koche und backe, wie es dich glücklich macht.

Das Wichtigste an Weihnachten aber ist, dass du dich wirklich mit deinen Liebsten verbindest (ob live oder per Zoom-Call), die Besinnlichkeit und Ruhe der Weihnachtszeit genießt und Frieden mit dem Jahr 2020 schließt. Und die wichtigsten Voraussetzungen dafür sind, dass du entspannt bist und ein offenes Herz hast. Falls das bedeutet, dass du deine Zeit weniger mit Putzen und mehr mit Yin Yoga verbringst (und deshalb Staubflöckchen durch dein Zuhause fliegen) – dann ist das eben so.

Eine friedliche Adventszeit wünscht das YogaEasy-Team!

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