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Die schönsten Rituale zum Jahreswechsel
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Die schönsten Rituale zum Jahreswechsel

Von Birgit Feliz Carrasco und Silke Slootz

Was kannst du tun, um dich von den Lebensereignissen und Erfahrungssammlungen des zurückliegenden Jahres zu erholen? Lesen, Plätzchen essen, Glühwein trinken, dich mit Leuten verabreden, die du schnell noch mal vorm Jahreswechsel treffen möchtest, bevor das Karussell der Arbeit im Januar sich erneut zu drehen beginnt? Silke Slootz und Birgit Feliz Carrasco haben hier die schönsten Rituale für dich zusammengestellt, mit denen du zum Jahreswechsel deine Bewusstheitsentwicklung stärken und die Zeit zur Reflexion nutzen kannst. Besonders wirksam sind diese Rituale in den Rauhnächten.

Was sind die Rauhnächte?

Bei den zwölf Rauhnächten handelt es sich im Grunde genommen um ein Naturereignis. Zustande gekommen sind die Rauhnächte nämlich aufgrund der fehlenden Nächte zwischen Mond- und Sonnenkalender. Ein Mondjahr beinhaltet zwölf Mondmonate, die jeweils von Neumond zu Neumond gehen, wodurch sich eine Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr von elf Tagen und zwölf Nächten ergibt. Diese zwölf Rauhnächte liegen am Ende des Jahres – oder wie man sagt: „zwischen den Jahren”. Diese „zeitlose Zeit” wurde traditionell genutzt, um im Kreise der Familie zu orakeln und Ställe und Häuser zu räuchern, während draußen Dunkelheit und Kälte regierten.

Auch heute können wir die Weichen für das neue Jahr besonders günstig stellen, indem wir mithilfe von Ritualen in uns gehen, Altes abschließen und uns Neuem zuwenden. Rituale haben für Menschen eine hohe Symbolkraft, sie unterstützen uns in Übergangsphasen, bringen Dynamik in Entwicklungen und geben uns Gelegenheit, unsere Kreativität auszuleben – und machen zudem noch Spaß!


Probier doch die drei folgenden Rituale zum Jahreswechsel von Silke Slootz aus:

1. Ritual: Erfolgreich wünschen

Gerade in den Rauhnächten, in denen „die Tore weit offen” sind, gelingt es uns leichter, in uns zu gehen – bei einer Meditation, einem Spaziergang. Wenn wir unsere Wahrnehmung schulen, können wir unsere tiefsten Wünsche manifestieren.

Das Buch-Ritual

Für diese besondere Zeit ist es das Beste, sich ein besonders schönes leeres Notizbuch zu besorgen. Dieses Buch begleitet dich im nächsten Jahr. Du schreibst nun jeden Tag deine Träume, Wünsche, Visionen und, was dich sonst noch bewegt, in das Buch. Das können auch Begegnungen im Alltag sein oder Symbole aus der Natur. Jede Rauhnacht steht für einen Monat im nächsten Jahr, startend ab dem 24. Dezember bis zum 6. Januar. Wenn du jeden Tag nun etwas in das Buch schreibst und das im nächsten Jahr im jeweiligen Monat nachliest, wirst du überrascht und voller Freude sein, was für Parallelen zu finden sind.

Die 3 größten Wünsche

Wenn du dich mit deinen Wünschen für das kommende Jahr beschäftigst, frage dich, welche drei Wünsche dir besonders am Herzen liegen? Diese kannst du nun besonders gut manifestieren, indem du sie in Schriftform in eine kleine Schachtel legst. Die Schachtel öffnest du genau ein Jahr später. Sei gespannt, wie das Universum lauscht und deine Wünsche erfüllt.


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2. Ritual: Räuchern – auflösen und neu beginnen

Räucherungen kennen alle menschlichen Kulturen der Erde. Von religiösem Räuchern über ayurvedisches bis zu keltisch-germanischem Räuchern ist dieses Ritual fest in der menschlichen Kultur verankert. In der Zeit zwischen dem 21. Dezember und Neujahr ist es etwa in der ländlichen Bevölkerung Bayerns, Österreichs und Südtirols auch heute noch üblich, die Häuser und Ställe auszuräuchern. Die Menschheit wusste wohl schon immer, dass der Rauch bestimmter Pflanzen eine energetische Reinigungswirkung hat. Räucherstoffe haben hohe Schwingungen und können so auch die Schwingung der Räume heben.

Die Arbeit mit Räucherstoffen kann ein wunderschönes Erlebnis werden, wenn es in der besonderen Zeit der Rauhnächte stattfindet. Wenn die Räucherstoffe ihren Duft entfalten, werden wir in eine eigene Welt entführt, die unsere Intuition wie von selbst öffnet. Wir bekommen einen besseren Zugang zu unseren Räumen und damit zu uns selbst.

Anleitung zum Räuchern

Du brauchst:

  • eine feuerfeste Schale
  • Räuchersand
  • Räucherkohle
  • eine weiße Kerze
  • etwas zum Verwedeln des Rauchs wie eine Feder
  • natürlich die Räucherstoffe

Tipp: Wer das erste Mal räuchert, dem empfehle ich eine geeignete Räuchermischung, etwa zur „Hausreinigung”. Traditionell wird Salbei bzw. eine Mischung mit Salbei verwendet. Salbei eignet sich besonders gut, denn er besitzt starke Reinigungs- und Harmonisierungseigenschaften, ideal für Räumlichkeiten. Es kann natürlich auch nur Salbei verräuchert werden, dabei kannst du Blätter und Blüten verwenden.

Vorbereitungen für das Räuchern:

  • Bevor du dich ans Räuchern machst, bring bitte Bettdecken sowie Lebensmittel nach draußen.
  • Rauchmelder in Räumen solltest abstellen oder abschrauben. Das kostet etwas Zeit, aber sollte unbedingt getan werden.
  • Bitte schick deine Haustiere und Kinder nach draußen.
  • Alle Fenster und Türen werden geschlossen.
  • Alle Räuchergegenstände stellst du an einem guten Ort auf. Du darfst bereits den Räuchersand und die Räucherkohle in die feuerfeste Schale legen. Du kannst hierzu gern eine Art Altar einrichten, etwa mit Blumenschmuck.

Ausführung des Räucher-Rituals

  1. Zünde eine weiße Kerze an – sie dient dazu, die lichten Kräfte einzuladen.
  2. Räuchern ist eine energetische Arbeit. Dafür solltest du einen „Selbstschutz” anlegen. Ein Selbstschutz ist ein kleines Ritual, das vor negativen Energien schützt< – hier findest du Beispiele und Anleitungen zum Thema Selbstschutz.
  3. Nun wird jede einzelne Ecke links beginnend im Raum ausgeklatscht. Dabei klatscht du von unten nach oben mit den Händen. Am Ton sowie an der Dichtigkeit zwischen den Händen kannst du stagnierte Energie erkennen. Das Klatschen bringt die Energie in Bewegung.
  4. Nun entzündest du die Räucherkohle und wartest darauf, dass der äußere Ring der Kohle brennt.
  5. Lege dann die Räuchermischung auf die Kohle und schreite wieder von links durch den Raum. Dabei verwedele den Rauch, beispielsweise mit einer Feder oder einer Engelskarte, in Ecken, über Möbelstücke in deine Räume. Wer mit offenem Feuer arbeitet, sollte achtsam sein und nicht zu schnell und auch nicht zu langsam arbeiten.
  6. Nach dem Räuchern bringst du die Räucherschale nach draußen an einen sicheren Ort zum Ausglühen.
  7. Öffne die Fenster der Räume zum Belüften und verlasse diese für mindestens 30 Minuten.
  8. Wenn du zurückkommst, zünde wieder die weiße Kerze an und setze dich in einen Meditationssitz in den Raum, am besten zu deinem Altar. Du darfst nun deine Wünsche für deine Räume manifestieren.
  9. Mit einem Bedankens- und Segensritual (etwa einer „Namasté”-Verbeugung) beendest du deine Räucherung.
  10. Entferne den Altar mit den Räuchergegenständen noch am selben Tag.

3. Ritual: Silvester – die Nacht des Übergangs

Rund um den letzten Tag des Jahres, gewidmet dem römischen Papst Silvester, gibt es viele Rituale. Diese Nacht steht für die Vertreibung des Geists des alten Jahrs – und natürlich wird in dieser Nacht auch die Freude über das neue Jahr zum Ausdruck gebracht.

Nutzen wir doch die Nacht des Übergangs und machen ein besonderes Silvester daraus. Wenn wir darauf unser Bewusstsein lenken, steht einem neuen Jahr voller Möglichkeiten nichts mehr im Wege!

  1. Vorbereiten kannst du dich für diesen speziellen Abend, indem du ein Bad nimmst und nicht nur symbolisch alles Alte abwäschst.
  2. Danach ziehst du am Silvesterabend rote Unterwäsche an, was laut italienischer Tradition glückliche Liebesnächte für das neue Jahr verheißt.
  3. Wer sein Zuhause mit den Naturwesen ehren möchte, stellt einen Teller mit kleinen Speisen wie Nüssen an einen Baum nach draußen.
  4. Anschließend kannst du in deinen geräucherten Räumen freudvoll im Kreise deiner Lieben feiern und Glücksbringer verteilen oder spielerisch orakeln, zum Beispiel mit Bleigießen – was mit Kindern besonders viel Spaß macht. Du tanzt, lachst und erfreust dich an dem immerwährend Neuen, indem du den Countdown mitzählst und das Feuerwerk bunt und laut am Nachthimmel genießt.

Diese fünf Tipps für die besondere Zeit vor dem Jahreswechsel hat Birgit Feliz Carrasco für dich:

1. Ritual: Im Kräuterbad heilen 

Die vielfältige Heilwirkung von Kräutern kommt heute erst wieder aus überlieferten Traditionen in das bewusste Wissen der Menschen zurück. Kräuter können nicht nur medizinisch als Tropfen oder Essenzen heilsam in Zeiten von Erkrankungen sein. Vielmehr waren und sind Kräuter auch hilfreich zur Gesunderhaltung und Prophylaxe, bevor Krankheiten entstehen. Diverse Heilkräuter regen den Metabolismus und spezifische Organe an, die dem Körper das ganze Jahr über helfen, angehäufte Abfallprodukte des Stoffwechsels, chemische zugeführte Stoffe aus der Nahrung und konventionellen Medikamenten sowie Umweltgifte oder Drogengifte (zu denen auch Alkohol und Nikotin gehören) aus dem Körper zu schwemmen und auszuscheiden.

Ein Kräuter-Bad ist ein wohliges Ritual nur für dich – am besten machst du es sogar einmal wöchentlich. Dazu verwendest du nicht eine der zahlreichen Angebote aus Drogerie-, Super- oder Biomarkt, sondern frische Kräuter aus deinem Garten, vom Balkon oder getrocknete Kräuter aus dem (Online-)Handel. Das Erlebnis eines Bads mit echten Kräutern ist unvergleichlich intensiver und im wahrsten Sinne des Wortes berührender, als reine ätherische Duftöle zu verwenden.

Dein heutiges Ritual schenkt dir Wärme und wohliges Licht während einer Meditation in der Badewanne.

  1. Lege dir einige Kräuterzweige oder Blüten bereit (Auswahl und Wirkweise siehe unten).
  2. Dekoriere im Badezimmer und/oder um die Badewanne einige Kerzen (zur Sicherheit in Glasvasen oder Windlichtern) und zünde sie an.
  3. Streue fünf Esslöffel Meersalz oder Himalayasalz auf den Badewannenboden (das macht das Badewasser deinem physiologischen „Körperwasser” ähnlicher).
  4. Lasse für dich angenehm warmes Wasser in die Badewanne laufen und gib drei Esslöffel Sahne oder Olivenöl hinzu (es schmeichelt deiner Haut und pflegt sie).
  5. Nun verteile die Kräuter auf der Wasseroberfläche. Nimm wahr, wie ein wohliger Duft sich im Badzimmer ausbreitet.
  6. Lege dich in das Badewasser – ohne Buch, ohne Telefon, ohne iPad oder andere Ablenkungen. Meditiere stattdessen in der Badewanne.
  7. Spüre deinen Körper bewusst, fühle, wie der Kräuterduft sich über deine Atemwege in deinem Körper verteilt.
  8. Spüre, wie das warme Wasser und die ätherischen Essenzen der Kräuter deine Haut umspülen und die Hautporen ihre Heilwirkungen aufnehmen.
  9. Visualisiere wieder Licht (zum Beispiel das Kerzenlicht) und lass das Licht im Inneren des Körpers zusammen mit den Wirkungen der Kräuter Altes und Verbrauchtes auflösen und mit Licht und Wärme anreichern.
  10. Genieße dein meditatives Kräuter-Bad, solange du möchtest. Danke dem Element des Wassers und den Heilstoffen der Kräuter für ihre Reinigungskraft.
  11. Eine Nachbehandlung mit Creme sollte nach dem Sahne-Kräuter- bzw. Öl-Kräuter-Bad nicht nötig sein. Falls doch: Verwende ein duftneutrales, naturkosmetisches Körperöl (keine Creme).

Empfehlenswerte Kräuter für warme Bäder und deren Wirkungen:

  • Basilikumblätter – entgiften auf fest- wie feinstofflicher Ebene und stärken das Immunsystem.
  • Lavendelblüten – beruhigen und entspannen, reinigen von belastenden Gedanken.
  • Melissenblätter – entspannen und erfrischen gleichermaßen Körper und Gemüt.
  • Orangen- oder Mandarinenschalen – bringen Licht und leichte Gefühle ins gesamte Wesen.
  • Rosenblätter – machen das Herz-Chakra weit und beglücken den Geist.
  • Rosmarinzweige – fördern die Blutzirkulation, innere Wärme und Verlichtungsprozesse.
  • Salbeiblätter – helfen bei Verspannungen sowie Gelenksteifheit und befreien Körper und Geist von alten Blockaden.
  • Sandelholzpulver – fördert Meditation sowie Transformations- und Erkenntnisprozesse.
  • Verbenablätter (Eisenkraut) – beruhigen und reinigen ein hitziges Gemüt und harmonisieren den Hormonstoffwechsel.
  • Zimtrinde – wärmt Körper, bereichert das Herz-Chakra und fördert weibliche Energie.
  • Zitronengras – macht munter und versorgt Körper und Geist mit frischer Energie.

Wichtig: Pfefferminz- oder Eukalyptusblätter sind für Bäder nicht geeignet, da sie den Körper kühlen und eventuell sogar unterkühlen! Auch sind Zweige von Nadelhölzern nicht für Bäder geeignet, da im Holz Harz enthalten ist, das sich eventuell im warmen Wasser löst.

Bezugsquellen für die Kräuter: Kaufe die Kräuter am besten im Bio- oder Kräuterladen oder Online-Handel. Es gibt auch Kräutertees mit nur einem Kraut als Bio-Ware, beispielsweise von der Firma Lebensbaum (Verbena) oder Firma Sonnentor (Zitronengras), die du als Badezusatz einsetzen kannst.

2. Ritual: Schutz-Ritual für Körper und Geist

Es scheint ein Gesetz unserer künstlichen und immer agileren Lebensweise zu sein, dass in der Vorweihnachtszeit Hektik bis Hysterie am Arbeitsplatz ausbrechen, statt liebevolle Übergänge in die stille Zeit zu zelebrieren. Beim gemütlichen Bratapfel-Essen droht plötzlich das Jahr zu enden, und wie aus dem Nichts ploppen selbstauferlegte Verpflichtungen auf wie Budgetplanungen, Forecast-Ermittlungen und Jahresabschlussgespräche mit Kunden, die allesamt suggerieren, die wichtigsten Tätigkeiten auf der Welt im Jetzt zu sein. Nicht selten werden unter diesem Druck die Stimmung gereizter und manche Gemüter aggressiver. Wenn dem so ist, gibt es zwei Reaktionsalternativen: 1. selbst auch aggressiv werden, inneren Widerstand aufbauen und viel Kraft verlieren und sich dabei unglücklich fühlen oder 2. ausweichen, sich schützen und weiter bewusst in Liebe und Licht handeln.

Das folgende kleine Ritual schützt dich blitzschnell nicht nur in der Vorweihnachtszeit gegen Aggressionsübertragungen.

  1. Ein Meckerer, „Angreifer” oder Druckmacher kommt auf dich zu.
  2. Du weichst real oder nur im Geiste etwa zehn Zentimeter zur Seite.
  3. Stell dir vor, wie die Absichten und Energien des Angreifers einfach seitlich an dir vorbeiziehen. Die Energien deines Gegenübers erreichen dein Körper-Geist-System nicht, weil du sie nicht aufnimmst, denn sie verpuffen im Nichts.
  4. Spüre, wie leicht du dich fühlst, denn diese kleine reale oder virtuelle Seitwärtsbewegung schützt dich und verhindert, dass du Kraft für inneren Widerstand aufbringen musst.
  5. Tue, was getan werden muss, aber mache dir nicht die Energien anderer Menschen zu einem Teil deines Systems.

Dein unterstützendes Mantra für dieses Schutz-Ritual: „Ich bin geschützt im Energiefeld des Lichts.”

Eine weitere schöne Meditation zur Unterstützung deines inneren Selbstentfaltungs-Prozesses findest du hier, angeleitet von Anna Trökes:

Yoga Video Meditation: Himmel und ErdeYogaEasy-Video abspielen

3. Ritual: Ritual der Vergebung initiieren

Manche Menschen oder Situationen können wir nicht vergessen, nicht loslassen, sondern tragen sie jahrzehntelang im Inneren mit uns, obwohl sie mit Leid verbunden sind. Warum klammern wir uns unter Umständen einen Lebenszyklus lang an Erlebnisse der Vergangenheit? Weil wir die Person immer noch lieben? Eher nicht.

Meistens ist es nicht Liebe, die uns an Vergangenes bindet, sondern Ärger oder Wut, und damit verbunden die mangelnde Fähigkeit, anderen zu vergeben. Vergebung ist eine der höchsten spirituellen Disziplinen im menschlichen Dasein. Denn der Verstand memoriert alles, wirklich alles, und hält daran als Erfahrungswissen fest – auch wenn es nicht im aktiven Bewusstsein, sondern im Unbewussten (in den Archiven unserer Vergangenheit, wie ich sie nenne) aufbewahrt wird. Da gibt es viele Aktenordner mit Aufschriften wie „Menschen, die mir Leid zugefügt haben”, „Menschen, die ich doof finde” oder „Personen, die ich hasse”. Hass und Wut sind viel stärkere Bindungsseile als Emotionen der Zuneigung oder zwischenmenschlicher Liebe.

Im Rahmen der besinnlichen Zeit rund um Weihnachten kannst du damit beginnen, dir und anderen mit dem folgenden Ritual zu vergeben.

  1. Ziehe dich zur Meditation zurück und zünde einige blaue Kerzen an.
  2. Spüre dich, deinen Körper, dein Sein, deinen Herzschlag. Zur Unterstützung kannst du eine oder beide Hände auf dein Herz legen.
  3. Erinnere dich an Personen, die dich im zurückliegenden Jahr geärgert oder emotional verletzt haben. Du spürst einen kräftigeren, schnelleren Herzschlag, wenn dir die passende Person/passenden Personen in den Sinn kommen.
  4. Mache dir bewusst, dass Menschen so handeln, wie es ihnen im Moment im Rahmen ihrer Lebensentwicklung und innerhalb ihres Transformationsprozesses zum vorliegenden Zeitpunkt möglich ist.
  5. Mach dir außerdem bewusst, dass in der Regel Personen aus sich heraus nicht böse und widerlich sind, sondern gegebenenfalls „nur” unbewusst handeln oder selbst in ihrem Leben unglücklich und ohne Harmonie sind.
  6. Mit der Güte deines Seelen-Herzens und mit der Liebeskraft der göttlichen Schöpfung benennst du (hörbar ausgesprochen) die Person und sagst den Satz: „Liebe/r XY, aus der Tiefe meines Herzens vergebe ich dir.” Nimm dir Zeit und spüre, welche Wohltat es ist, diesen Satz zu sprechen.
  7. Fühle die Leichtigkeit, die dich durchströmt, und das „energetische Zischen”, wenn über ein unsichtbares Ventil angestautes Leid dein Körper-Geist-System verlässt.
  8. Verfahre so mit allen Personen, die dir aus dem zurückliegenden Jahr in den Sinn kommen.

Dein unterstützendes Mantra: „Ich vergebe meine Mitmenschen, weil Vergeben mich heilt.”

Lass einige Tage vergehen, damit dein System den Prozess des Vergebens bis auf mikrozellulärer Ebene transformiert. Hilfreich ist es, sich weiterhin jedes Lebensjahr vorzunehmen, um Menschen auch aus lang zurückliegenden Tagen zu verzeihen.

4. Ritual: Den Arbeitsplatz harmonisieren

Viele Stunden des Lebens verbringen wir als Angestellte am Arbeitsplatz, mit Arbeitskollegen und in Arbeitsstrukturen, die unserem Naturell des freien Geists und der Fähigkeit zu freiem Willen nicht wirklich entsprechen. Nicht wenige Menschen empfinden es sogar als Zwang, als gesellschaftliche Notwendigkeit, arbeiten zu müssen, um Geld zu verdienen, um finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Eigentlich will man so nicht leben, möchte lieber frei und unabhängig sein und empfindet dann den Arbeitsvertrag als Zwang, was gegebenenfalls zu einem latenten Unglücklichsein führt. Ein Kreislauf, der nicht aufhört, solange man sich nicht bewusst darüber wird, dass die Zwänge dann doch irgendwie und irgendwann selbst erwählt wurden, als der Kredit für das neue Auto abgeschlossen und man sich nicht zugetraut hat, als Selbstständiger zu arbeiten. Das heutige Ritual ist ein Bekennen zu dem, was du derzeit als Arbeit tust, zu dem Arbeitsplatz, den du hast, und zu den Menschen, die dort zu deinem Umfeld gehören.

Harmonisiere deinen Arbeitsplatz und harmonisiere so deinen Platz in der Arbeitswelt und damit dein momentanes Sein im Arbeitsalltag.

  1. Besorg dir ein Raumspray für deinen Arbeitsplatz. Zur Advents- und Weihnachtszeit, wenn weniger Kollegen da sind, kannst du unauffällig und ohne komische Fragen den Raum mit dem Spray harmonisieren und feinstoffliche Energien reinigen.
  2. Spüre das Spray um deinen Schreibtisch oder dein Tätigkeitsfeld herum aus.
  3. Bitte die feinstofflichen Helfer, bei der Reinigung und Harmonisierung behilflich zu sein, und danke für die Unterstützung.
  4. Stelle dann noch eine Kerze (unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen zum Beispiel in einer Glasvase als Windlicht) auf.
  5. Bitte die Kraft des Feuers, alle Schwingungen zu reinigen, die dir nicht guttun, und danke auch dafür.
  6. Die Flamme der Kerze soll dich daran erinnern, dass du dort, wo du arbeitest, aus freiem Willen bist, und dich ebenso wie das Umfeld harmonisieren.

Ein hilfreiches Mantra zur Bewusstwerdung deiner Situation am Arbeitsplatz beziehungsweise Motivation zur Veränderung: „Liebe es, verändere es oder verlasse es.”

Das Mantra hilft dir in allen Lebenssituationen, eine Entscheidung zu treffen.

5. Ritual: Ruhe und Kraft finden

In der Zeit rund um Weihnachten wird es meist doch hektisch. Das scheint eine unausweichliche irdische Gesetzmäßigkeit zu sein. Warum ist das so? Wer bestimmt über dein Leben, deine Lebenszeit, deine Aufgaben, deine Zielsetzungen? Arbeitgeber, Partner, Familie? Und wenn dem so ist, warum ist dies mit Stress und Druck verbunden? Geht es nicht auf Erden und besonders zur Weihnachtszeit darum, in Liebe zu sein und in Liebe zu handeln?

Mit dem heutigen kleinen Ritual kannst du zu dir selbst, zur Ruhe und zur Kraft für die kommenden Tage finden. Diese kurze Meditation kannst du jederzeit wiederholen, wenn du dich nach wohligen und ruhigen Schwingungen sehnst.

  1. Halte kurz inne, wo auch immer du gerade bist.
  2. Spüre deinen Körper und fühle, wie er atmet. Die Konzentration auf deine Atmung lässt die Welt bereits einen Moment still stehen. Fühle, wie erholsam dies ist.
  3. Lege eine oder beide Hände auf dein Herz. Verbinde dich mit deinen Engeln, bitte sie, eine Hand auf deinen Rücken zu legen. Spüre, wie Engelshände deinen Rücken aufrichten und dir Kraft verleihen. Die feinstoffliche Präsenz der Engel erinnert dich daran, dass du einen freien Willen hast. Dein freier Wille ermöglicht dir, dich frei zwischen Ja und Nein zu entscheiden – das ist ein göttliches Gesetz, das für alle Menschen gilt.
  4. Mach dir bewusst, wer oder was dich stresst, und entscheide, ob du dies zulassen willst oder nicht. Ein freundliches „Nein, das ist mir jetzt zu viel” wird, wenn es aus der Liebe deines Herzens kommt und zu deinem Wohl ist, immer gut aufgenommen und dient meist auch dem Wohl anderer.
  5. Hülle dich in deine Aurakugel, die deine Ruhe- und Kraftoase für heute und die nächsten Tage ist.
  6. Danke deinen Engeln für stützenden Rückhalt und wahrliche Aufrichtung, die zur Aufrichtigkeit dir selbst und anderen gegenüber führt.

Noch mehr schöne Ideen für die Zeit zwischen den Jahren findest du in Birgits Buch:

Buch: Jahreswechsel Rituale von Birgit Feliz CarrascoBirgit Feliz Carrasco „Jahreswechsel-Rituale”, veröffentlicht 2016 im Selbstverlag.

 

 

 

 

 

 

 


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