Du verwendest einen veralteteten Browser (Unknown Browser 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.
Ab auf die Couch: Die wichtigsten Yoga-Filme
iStock

Ab auf die Couch: Die wichtigsten Yoga-Filme

Von Katharina Goßmann und Saskia Schmitz-Tietgen

Was gibt es Gemütlicheres, als es sich auf der Couch bequem zu machen und einen inspirierenden Film zu schauen? Für Yogi:nis und alle, die an Spiritualität interessiert sind, haben wir hier die spannendesten Dokumentationen rund um das Thema Yoga zusammengestellt. 


Yoga – Die Kraft des Lebens 

(Stéphane Haskell, 2019, Frankreich, 85 Min.)

Die besten Yoga Filme

Diese Dokumentation ist eine Danksagung. Denn der Regisseur, Stéphane Haskell, konnte nach einem Unfall nicht mehr gehen. Nach einer Phase tiefster Verzweiflung schaffte er es mithilfe von Yoga, seine Beweglichkeit wiederzuerlangen und seinen Dauerschmerz zu ertragen. Sein Versprechen an seine Yogalehrerin: rinen Film über Yoga zu machen und zu zeigen, was alles mit Yoga möglich ist.

Stéphane Haskell nimmt den/die Zuschauer:in mit an die unterschiedlichsten Orte, an denen man Yoga zunächst nicht vermuten würde – ein Hochsicherheitsgefängnis in den USA, eine Schule für gehörlose Kinder in Afrika, ein Zentrum für MS-Erkrankte oder eine Pariser Schule, die Yoga in den Unterricht integriert. Auch wenn der Film manchmal etwas holprig wirkt, zeigt er doch, wie wirkungsvoll Yoga sein kann – für Körper, Geist und vielleicht sogar für eine bessere Zukunft.

Den Trailer kannst du hier ansehen, den ganzen Film z. B. auf Amazon Prime oder Google Play.


Yoga in Indien – Unterwegs mit Esther Schweins

(Fünfteilige Dokumentation des WDR, 2021, Deutschland)

Die besten Yoga Filme

Die Schauspielerin Esther Schweins ist schon seit ihrem 12. Lebensjahr begeisterte Yogini. In der fünfteiligen Dokumentation nimmt uns die Mimin mit auf eine Reise durch Indien, bei der sie der Frage nachgeht: Was ist Yoga eigentlich? Um das herauszufinden, übt sie Lachyoga in Delhi, besucht den Parmath Niketan Ashram in Rishikesh, reist zur heiligen Stadt Varanasi, schaut im Ashram der Isha Foundation in Coimbatore vorbei und nimmt für kurze Zeit am Leben in Auroville teil. Die jeweils etwa 30-minütigen Folgen verdeutlichen, dass Yoga ganz unterschiedlich verstanden und gelebt werden kann. Esther Schweins überlässt Yoga dabei ganz und gar das Rampenlicht und zeigt es in seiner Vielfalt und der unvergleichlichen Atmosphäre seines Ursprungslands.

Verfügbar z. B. in der ARD-Mediathek, auf Amazon oder iTunes.


Das große Mantra-Programm
Du möchtest alles über Mantras erfahren und dich mit der Schwingung des Klangs in Balance bringen? Dann mach' mit beim viertägigen Mantra-Programm von Anna Trökes und lerne die wichtigsten Mantras aus Hinduismus & Buddhismus kennen.
JETZT ANMELDEN

  Ram Dass – Going home

(Derek Peck, 2017, USA, 30 Min.)

Die besten Yoga Filme

Nur 30 Minuten ist die Doku über Guru Ram Dass lang. Wobei es sich im eigentlichen Sinne auch nicht um eine klassische Dokumentation handelt. Vielmehr erhält der Zuschauer einen Einblick in das Leben und das Wesen des einstigen Psychologie-Professors der Harvard Universität. Mit seinen (zum Zeitpunkt der Doku) 87 Jahren blickte der spirituelle Lehrer auf sein Leben zurück, ohne dabei chronologisch zu verfahren. Vielmehr setzt er sich mit seinem nahenden Tod, der Liebe und mit seinem Leben nach seinem Schlaganfall in jungen Jahren auseinander.

Der Film kommt ganz ohne große Dramatik oder Mission aus – und nimmt doch gefangen und wirkt intensiv nach. Die sanfte Stimme von Guru Ram Dass und die farbenprächtigen Bilder seines Wohnorts Maui auf Hawaii sind es, die den 30 Minuten eine besondere Tiefe verleihen und zeigen, was für eine große Persönlichkeit der im Dezember 2019 verstorbene Ram Dass war.

Hier kannst du den Trailer ansehen, die Doku ist verfügbar auf Netflix.


Bikram: Yogi, Guru, Raubtier

(Eva Orner, 2019, USA, 86 Min.)

Die besten Yoga Filme

Die Skandal-Doku rund um den Erfinder des Hot Yoga Bikram Choudhury hat für Aufregung in der Yogawelt gesorgt. Die Doku zeigt in chronologischer Folge, wie der Yogalehrer startete, sein erfolgreiches Yoga-Unternehmen aufbaute und schließlich zu Fall kam. In Interviews erzählen ehemalige Schüler:innen von Diskriminierung, Belästigung und Vergewaltigung. Die Vorwürfe sind groß – und auch die Community rund um den Lehrer kommt nicht besonders gut weg, scheint sie sein Verhalten entweder zu leugnen oder zu verteidigen. Eine klassische Enthüllungsdokumentation rund um einen international erfolgreichen Yogalehrer und seine Abgründe.

Verfügbar auf Netflix.


An den Ufern der heiligen Flüsse

(Pan Nalin, 2015, Indien/Frankreich, 115 Min.)

Die besten Yoga Filme

Hast du schon mal von der Kumbh Mela gehört? Es gilt als das größte spirituelle Fest der Welt. Im Zentrum der hinduistischen Veranstaltung steht die rituelle Waschung, die Reinigung von Sünden und die Befreiung aus dem Kreis der Wiedergeburt, an einem heiligen Ort. Das „Krugfest” (das bedeutet Kumbh Mela eigentlich) findet nur alle drei Jahre statt – entweder in Allahabad oder Haridwar am Ganges, Ujjain am Shipra oder Nasik am Odha. Diese vier Städte wechseln sich ab, sodass jedes 12. Jahr eine der Städte Austragungsort ist. 2013 strömten etwa 90 Millionen Hindus nach Allahabad, um dem Fest beizuwohnen. Anhand von verschiedenen Protagonisten wie einer Mutter, die auf diesem unbeschreiblich riesigen Fest ihr Kind in der Menschenmenge verloren hat oder einem Asket, der nach jahrelanger Entsagung ein Waisenkind bei sich aufnimmt, führt der Regisseur den Zuschauer über das Fest, dessen Größe man nur erahnen kann. Man erhält einen Einblick in die Infrastruktur, die hinter dieser Veranstaltung steckt und staunt über die vielen unterschiedliche Menschen und religiöse Gruppen.

Verfügbar z. B. auf MagentaTV, Amazon, itunes, maxdome. 


Wild Wild Country

(Sechsteilige Dokumentation von Chaplain und Maclain Way, 2018, USA)

Die besten Yoga Filme

Spannender als jeder Krimi ist diese sechsteilige Doku über den 1990 verstorbenen spirituellen Führer Osho, ursprünglich als Bhagwan bekannt. Sie zeigt die Anfänge seiner Sannyasin-Bewegung, die Entstehung bzw. die Errichtung der Kommune in Orgeon und schließlich die Ausweisung Oshos aus dem USA. Vor allem aber zeigt sie, wie der Wunsch der Osho-Anhänger nach Gemeinschaft und der Kampf um das Schaffen einer besseren Welt schließlich durch Machtmissbrauch (einiger Angestellten) zerbrach. Die chronologisch verlaufende Dokumentation enthält viel Original-Filmmaterial, das von einigen damaligen Anhängern kommentiert wird, die über ihre Erfahrungen mit Osho und dem Leben in der Kommune erzählen.

Als Zuschauer:in kann man es zum Teil kaum fassen, dass das Erzählte keine Fiktion, sondern pure Realität war: Was anfängt wie ein friedliches Kommunenleben, endet schließlich fast in mafiösen Strukturen mit Wahlbetrug und Massenvergiftung. 

Verfügbar auf Netflix.


Kumaré

(Vikram Gandhi, 2011, USA, 84 Min.)

Die besten Yoga Filme

Wie manipulierbar sind wir? Wie sehr sehnen wir uns nach jemandem, der uns sagt, wie wir unser Leben bestmöglich leben können oder sollten? Dieser Frage nimmt sich der Regisseur der Doku auf ganz besondere Art und Weise an: Der in den USA lebende Inder lässt sich seinen Bart und seine Haare wachsen, fängt an, mit indischem Akzent zu sprechen – und geht dann auf „Jünger-Suche". Er zieht von Location zu Location, und allmählich wird seine Fangemeinde größer. Ebenso wie sein schlechtes Gewissen. Denn was Vikram Gandhi nicht bedacht hatte: Sobald er seine Täuschung aufdeckt, macht er damit die Menschen, die ihm inzwischen vertrauen, lächerlich. So steuert die Doku auf ihr unausweichliches Finale zu. Wirklich spannende Doku, die einen die eigene Haltung zu sogenannten Gurus hinterfragen lässt.

Verfügbar auf Amazon Prime.


Mantra – Sounds into Silence

(Georgia Wyss & Wari OM, USA, 2017, 89 Min.)

die besten Yoga Filme

Du liebst Mantras und freust dich über jedes OM zu Beginn der Yogastunde? Dann ist diese Doku genau richtig für dich. Die Filmemacherin nimmt den/die Zuschauer:in mit in die Welt der Mantren und des Kirtans und zeigt, welche Wirkung das Singen haben kann. Dabei werden „Stars" der yogischen Musikszene wie Snatam Kaur, Deva Premal & Miten, Jai Uttal oder Krishna Das genauso befragt wie Wissenschaftler:innen oder Besucher:innen von Musikfestivals und Retreats. Selbst vorm TV ist die meditative, entspannende Wirkung des Singens zu spüren – die gute Laune der Musiker:innen nimmt die Zuschauer:innen mit und verführt zum Mitsingen...

Den Trailer findest du hier, der ganze Film ist verfügbar auf maxdome und Videobuster.


Yogawoman

(Kate Clere McIntyre & Saraswati Clere, 2011, USA, 84 Minuten)

Filmplakat Yogawoman

Dass vor allem Frauen Yoga praktizieren, lässt sich in jedem Yogastudio beobachten. Warum das so ist und wie Frauen in westlichen Gesellschaften von Yoga profitieren, das erforschen Kate Clere McIntyre & Saraswati Clere in ihrer Dokumenation. Yogalehrerinnen wie Seane Corn, Shiva Rea, Sharon Gannon und Elena Brower werden interviewt und speziell weibliche Themen wie Schwangerschaft, Menstruation und Diäten-Wahnsinn vertieft. Die Doku mag teilweise sehr amerikanisch daherkommen (emotionale Musik, Hochglanz-Aufnahmen von attraktiven Frauen beim Yoga und Schauspielerin Annette Benning als tiefsinnige Erzählerstimme), zeichnet aber doch ein umfassendes Bild der modernen Yogini.

Hier der Trailer. Du kannst Yogawoman auf amazon Prime ansehen.


Der atmende Gott – Die Reise zum Ursprung des Yoga

(Jan Schmidt-Garre, 2011, D, 100 Minuten)

Filmplakat Der atmende Gott

In seiner Dokumentation reist Regisseur Jan Schmidt-Garre auf den Spuren des Yoga durch Indien und trifft die Nachfolger von Krishnamacharya – Pattabhi Jois (der während der Dreharbeiten verstarb), BKS Iyengar und viele mehr. Der geruhsam erzählte Film lief mit Erfolg in Deutschland im Kino und bietet vor allem Yoga-Einsteigern viele interessante Einblicke in die Geschichte des Yoga.

Du findest den Trailer und die DVD hier.


Im Kopfstand zum Glück

(Irene Graef, 2009, D, 93 Minuten)

Filmplakat Im Kopfstand zum Glück

Unterhaltsame Sinnsuche in der Großstadt: Die Dokumentation von Irene Graef verfolgt vier angehende Yogalehrer:innen während ihrer Ausbildung zum Spirit-Yoga-Lehrer bei Patricia Thielemann in Berlin. Es wird klar, wie unterschiedlich die Gründe für die Liebe zum Yoga sind und wie sehr die Yoga-Praxis den einzelnen Lebensweg beeinflusst – aber auch, wie komplex die Tätigkeit als Yogalehrer:in ist. Ganz nebenbei portraitiert der Film noch Patricia Thielemann, eine der besten und bekanntesten deutschen Yogalehrerinnen. Sehr interessant für alle, die sich überlegen, (Spirit-) Yogalehrer:in zu werden!

Den Trailer und die DVD findest du hier.


Yoga – Die Kunst des Lebens

(Solveig Klaßen, 2012, D/F, 53 Minuten)

Filmplakat Yoga Kunst des Lebens

Eine Dokumenation für Traditionalist:innen – ganz ohne bunte Leggings, dafür mit viel Indien: Während eine Gruppe von westlichen Pilger:innen in Rishikesh auf den Spuren von Swami Sivananda wandelt, führt der Yogalehrer und Philosoph Sriram in die Philosophie und die Praxis des Yoga ein – und zeigt nicht nur die spirituelle, sondern auch die weltliche Macht des Yoga-Übens auf.

Den Film kannst du auf Amazon Prime ansehen.


Awake – Das Leben des Yogananda

(Paola di Florio & Lisa Leeman, 2014, USA, 87 Minuten)

Filmplakat Awake

Die Dokumentation wandelt auf den Spuren von Paramahansa Yogananda (1893-1952), dem indischen Swami, der mit seiner „Autobiographie eines Yogi“ Millionen westliche Leser für die Welt des Yoga begeisterte und dessen Kriya Yoga heute noch weltweit nach seinen Vorgaben praktiziert wird. Paola di Florio und Lisa Leeman nehmen den/die Zuschauer:in aber auch mit auf eine Reise durch den Kosmos des Yoga – von Ost bis West, von Körperkult bis Sinnsuche – und kombinieren dafür Spielszenen mit Interviews.

Die DVD kannst du hier kaufen.

zurück nach oben