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10 Fragen an Lucie Beyer
Xenia Bluhm

10 Fragen an Lucie Beyer

Von Kristin Rübesamen

Ihr Lächeln, ihre starken Arme und ein manchmal fast verträumter Humor: Lucie Beyer hat nichts von allem, was einige ihrer Kollegen vorantreibt. Sie ist weder ehrgeizig noch moralisch, und außer an ihren Fahrrädern und an steilen Bergwänden hängt sie nur an ihrer elektrischen Zahnbürste. Ach, Lucie, jemand müsste einen Popsong auf dich schreiben. Hier steht sie uns Rede und Antwort.

1. Auf einer Skala zwischen 1 und 10: Wie glücklich bist du jetzt gerade?

7 (weil es meine Lieblingszahl ist). Ich bin gerade ausgeglichen und dankbar.

2. Wie war dein erster Kontakt mit Yoga?

Nachdem ich mit 18 Jahren in meiner ersten Yogastunde den wohl ersten bewussten Atemzug nahm, spürte ich gleich alles, was ich bis dahin erfolgreich unterdrückt hatte. Da dies kein Glücksgefühl war, habe ich es erst einmal bei dieser ersten Stunde belassen. Fünf Jahre später bin ich dann direkt mit einer zweijährigen Yogalehrer-Ausbildung eingestiegen und wusste: Ich bin zu Hause!

3. Wie ehrgeizig bist du? Leidest du unter den Ansprüchen, die du dir selbst stellst?

Ich bin mega entspannt und folge dem Lustprinzip und den klaren Zeichen meines Körpers.

4. Warum hast du dich entschieden, Yoga auch zu unterrichten? Was ist das Besondere an deinem Unterricht?

Es macht mich sehr glücklich, Menschen daran zu erinnern, dass unser Körper kein Gefängnis ist, sondern ein Tempel. Das Leuchten in den Augen meiner Schüler, die authentischen und sehr menschlichen Begegnungen und die tiefe Entspannung auf den Gesichtern im Shavasana sind „My Biggest Reward“.

Das Besondere an meinem Unterricht sind meine kreativen Flows, eine Herausforderung für jeden zu finden, immer sowohl „Food for the Mind“ als auch „Food for the Body“ einfließen zu lassen und eine gute Harmonie von Tradition und Moderne zu finden.


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5. Welchen irdischen Besitz schätzt du am meisten?

Meine Fahrräder. Mein Bett. Mein Kletterseil. Meine elektrische Zahnbürste.

6. Was bedeutet das erste Sutra aus Patanjalis Yoga Sutra, Atha Yoga-anushasanam, für dich?

Im Hier und Jetzt sein. Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch frei, also sei im Hier und Jetzt – ganz dabei. Da Yoga für mich ein Lebensweg ist, wende ich dieses Sutra gerne direkt aufs Leben an. Yoga bedeutet für mich, das Leben bewusst zu leben, mit all der Freiheit und Verantwortung, die diese Entscheidung mit sich bringt.

7. Was hat Yoga mit Liebe zu tun (und warum sind Beziehungen manchmal so schwierig)?

Yoga lehrt uns, dass wir mit allen Lebewesen verbunden sind. Wir werden uns bewusst, wie unsere Worte, Gedanken und Taten eine direkte Auswirkung auf unser Umfeld haben. Die Yoga-Praxis löst alte Krusten und Mauern von unserem Herzen und lässt uns Weite und Mitgefühl erfahren. Dies ist dann nicht mehr nur beschränkt auf einzelne Menschen, sondern nimmt die Weite bzw. das Bewusstsein der universellen Verbundenheit an. 

Liebesbeziehungen – egal in welcher Form – hegen das Potenzial für eine unermessliche Fülle und tiefe Erfahrung der Liebe, vor allem durch die Praxis des Teilens. Aber Beziehungen sind auch die ehrlichsten Spiegel für uns selbst, was uns auf der einen Seite extrem wachsen lässt und auf der anderen Seite auch immer wieder Arbeit und Engagement erfordert. Im Grunde ist „Beziehungsarbeit“ demnach auch wie unsere Yoga-Praxis – bei genug Dedication macht es viel Freude.

8. Wann bist du zuletzt vom Yogaweg abgekommen?

Nie. Yoga ist für mich das Leben. Alles gehört dazu – auch das Auf und Ab. Der Yogaweg exkludiert für mich nicht das Menschlichsein. Im Gegenteil!

9. Welche Tugend würdest du am liebsten besitzen?

Wird schon besser, aber ich kann definitiv noch geduldiger werden.

10. Was kann Yoga – und was kann Yoga nicht?

Yoga ist immer das, was wir daraus machen. Demnach kann Yoga keine Wunder erwirken, in Bereichen, in denen wir nicht in der Verantwortung sind. Yoga bietet unglaublich viele wunderbare Tools, aber wir müssen diese auch nutzen, mit gesunder Disziplin, Freude und Dankbarkeit. Das bedeutet auch, dass Yoga uns an unsere Grenzen bringen wird. Viele davon – vor allem im Geist –können wir transformieren. Einige – vor allem im Körper – müssen wir unbedingt akzeptieren. Yoga sollte unser Ego transformieren. Wenn es dies nicht tut, ist das was wir tun, eben kein Yoga.


Du willst noch mehr über Lucie erfahren? Hier hörst du sie im Podcast-Interview:


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