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10 Fragen an Dr. Janna Scharfenberg

10 Fragen an Dr. Janna Scharfenberg

Von Kristin Rübesamen

Janna Scharfenberg ist es gewohnt, dass ihr Leute auf Partys die Zunge entgegenstrecken und fragen: „Was bin ich für ein Typ?“ Ob ihr subtiler Humor das Geheimnis ihres Erfolgs ist oder ihre präzise und undogmatische Art, sich den Menschen zu nähern: Wir kennen jedenfalls kaum jemanden, der Yoga und Ayurveda, das uralte indischen Geschwisterpaar, so lässig und modern in die Praxis unserer Gegenwart überführt. Überflüssig zu erwähnen, dass sie ihre ganzheitlichen Gesundheitsberatungen auch online auf Topniveau anbietet.

1. Auf einer Skala zwischen 1 und 10: Wie glücklich bist du jetzt gerade?

Ich übe mich täglich darin, Glück – und vor allem Zufriedenheit – in den kleinsten und doch so wichtigen Dingen im Alltag zu finden. Ich darf Mama von zwei wundervollen und gesunden Töchtern sein, meine Familie ist gesund, ich arbeite in einem Bereich, der mich täglich erfüllt, und kann den Luxus genießen, in einem Land zu leben, in dem wir Meinungsfreiheit, fließend Wasser und genügend Essen haben. Dies macht mich unendlich dankbar und somit auch sehr glücklich. Daher gibt es hier eine volle 10. :)

2. Wie war dein erster Kontakt mit Yoga?

Ich habe während des Abiturs bei mir im Fitnessstudio damals an einer Yogastunde teilgenommen. Das ist nun zig Jahre her und war auf dem bayrischen Land. Das hat wahrscheinlich rückblickend nicht viel mit dem Yoga zu tun, wie ich es heute praktiziere und verstehe. Es hat mich aber trotzdem von Anfang an fasziniert, und die Kombination aus Bewegung, Atemübung und Meditation fand ich gleich großartig.

3. Wie ehrgeizig bist du? Leidest du unter den Ansprüchen, die du dir selbst stellst?

Ich bin auf der einen Seite eine ziemlich ehrgeizige Person, die sich selbst hohe Ziele steckt und auch viel Energie in deren Umsetzung steckt. Auf der anderen Seite kann ich aber auch sehr pragmatisch sein und den Weg zum Ziel genießen, selbst wenn das „Ziel” am Ende etwas ganz anderes ist als gedacht. Ehrgeiz ist für mich nicht das Gleiche wie Perfektion, daher kann ich meine Ziele fokussiert angehen, ohne mich zu verbeißen. Natürlich habe ich trotzdem oft zu hohe Ansprüche an mich. Das bemerke ich ann, wenn ich mir viel zu viel vorgenommen habe und entsprechend unter Zeitdruck, Überforderung oder Stress gerate.


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4. Warum hast du dich entschieden, Yoga auch zu unterrichten? Was ist das Besondere an deinem Unterricht?

Ich habe mich in meinem Studium dazu entschieden, eine Yogalehrer-Ausbildung zu machen, da ich es nicht nur für mich selbst neben dem ganzen Lernen und Arbeiten als tollen Ausgleich empfunden habe, sondern es auch gerne weitergeben wollte.

5. Welchen irdischen Besitz schätzt du am meisten?

Ich liebe die pure Natur über alles. Am liebsten bin ich in den Bergen oder am Wasser.

6. Was bedeutet das erste Sutra aus Patanjalis Yoga Sutra, Atha Yoga-anushasanam, für dich?

Dieses Sutra deckt sich grob mit meinem persönlichen Lebensmantra: „Be here now” von Ram Dass. Ich versuche, mich auf den jetzigen Moment zu fokussieren und genau dort zu sein, wo ich gerade bin. Mit voller Aufmerksamkeit und Präsenz. Das entschleunigt nicht nur, sondern lässt uns das Leben intensiv immer im gegenwärtigen Moment wahrnehmen.

7. Was hat Yoga mit Liebe zu tun (und warum sind Beziehungen manchmal so schwierig)?

Yoga und vor allem das Praktizieren von Yoga sind für mich ein purer Ausdruck von Selbstliebe und Selbstfürsorge. Je besser wir mit uns selbst umgehen, uns selbst schätzen und für uns sorgen, umso besser werden wir dies auch in unseren Beziehungen können. So lernen wir nicht nur, uns selbst achtsam wahrzunehmen, sondern eben auch unser Gegenüber. 

8. Wann bist du zuletzt vom Yogaweg abgekommen?

Ich glaube, Yoga kann uns immer in seinen ganz unterschiedlichen Variationen begleiten, und für mich ist er eher eine Art Lebenseinstellung als eine ganz konkrete und definierte Praxis oder Abfolge von Asanas. Daher würde ich sagen, dass ich ein „Abkommen vom Weg” nicht wirklich definieren kann. Allerdings gibt es sicherlich viele Situationen, in denen Yoga nicht so präsent in meinem Leben war, wie ich es mir gewünscht hätte und auch gebraucht hätte. Die erste Jahreshälfte des Jahres 2020 war sehr intensiv für mich, denn unsere zweite Tochter kam kurz vor dem Lockdown auf die Welt, global war alles in einem Ausnahmezustand und viele Momente aufreibend. Da war ich mit Sicherheit nicht ganz in meiner yogischen Energie.

9. Welche Tugend würdest du am liebsten besitzen?

Ich würde mich freuen, wenn ich manchmal besser abschalten könnte und nicht im Feierabend noch so viel im Kopf über verschiedene Projekte etc. nachdenken würde.

10. Was kann Yoga – und was kann Yoga nicht?

Yoga ist in diesem Sinne eine Art Werkzeug, das wir für uns nutzen können. Es kommt darauf an, was wir damit machen und was eben nicht. Zudem ist Yoga sehr individuell. Daher ist es sehr schwer zu sagen, was Yoga kann und was nicht. Die Frage ist eher: Wie setzen wir unseren Fokus, und wie bringen wir unsere Yoga-Praxis dementsprechend ein?


In unserem Podcast „Besser leben mit Yoga” hörst du Janna hier:

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