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10 Fragen an Christina Lobe
Xenia Bluhm

10 Fragen an Christina Lobe

Von Kristin Rübesamen

Wer in Berlin Anusara sagt, meint Christina Lobe. Ihr großes Wissen hat sie nicht eingebildet gemacht, ihr Erfolg und ihr Schatz an Erfahrungen haben sie nicht korrumpiert. Tina, wie viele sie nennen, hat einen abgründigen Humor und findet im Rückblick auf die Pandemie und die vielen Zoom-Stunden, die sie unterrichtet: „Ich bin Lehrerin, keine Schauspielerin”. Gut für uns!

1. Auf einer Skala zwischen 1 und 10: Wie glücklich bist du jetzt gerade?

Wahres Glück können wir meiner Meinung nach nur empfinden, wenn wir erkannt haben, dass alles, jedes Gefühl, in jedem Augenblick vorhanden ist. Intensive Momente des Glücks liegen oft ganz nah an einem Gefühl der Traurigkeit. Alles gehört zusammen. Daher könnte ich antworten, auf einer Skala von 1 bis 10 gleichzeitig die unterschiedlichsten Glücksvariationen wahrzunehmen – wobei eine 8 jedoch momentan überwiegt.

2. Wie war dein erster Kontakt mit Yoga?

Mein erster Kontakt zu Asana war lustig und etwas schräg. Alle damaligen Klischees vorhanden, von Schafsfell bis augebeulte, weiße Jogginghose. Betrachte ich die Ganzheit des Yoga und im Rückblick mit meinem jetzigen Bewusstsein über die Praxis, fand mein Kontakt schon viel früher statt – im Kindesalter.

3. Wie ehrgeizig bist du? Leidest du unter den Ansprüchen, die du dir selbst stellst?

Ich habe einen starken inneren Antrieb, der mich wachsen lässt, aber manchmal mit mir durchgeht. Beobachte ich perfektionistische Züge bei mir, hinterfrage ich unmittelbar, ob ich vielleicht Angst davor habe, nicht gut genug zu sein, und versuche mich nicht mehr so stark mit meinem Handeln zu identifizieren.

4. Warum hast du dich entschieden, Yoga auch zu unterrichten? Was ist das Besondere an deinem Unterricht?

Nach meiner Ausbildung fühlte es sich als stimmiger und konsequenter Schritt an, das Yogalehren auszuprobieren. Mein Unterricht ist geprägt durch mein mittlerweile über Jahre erlerntes Knowhow, der Flexibilität, Yoga in unsere heutige Zeit zu übersetzen und dabei trotzdem die Tradition zu ehren, und der wundervollen tantrischen Philosophie, die für mich lebensbejahend und erhebend ist, ohne dabei Tiefe zu verlieren.


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5. Welchen irdischen Besitz schätzt du am meisten?

Ich erfreue mich voller Dankbarkeit an dem, was ich habe, in dem Wissen, dass alles kommt und geht. Ich kann Dinge recht gut loslassen und genieße trotzdem den Komfort, den sie mir bieten.

6. Was bedeutet das erste Sutra aus Patanjalis Yoga Sutra, Atha Yoga-anushasanam, für dich?

Für mich ist das Sutra die Einladung, Yoga in jedem Moment – jetzt – stattfinden zu lassen, mit der nötigen Achtsamkeit und Sammlung, die es dazu benötigt.

7. Was hat Yoga mit Liebe zu tun (und warum sind Beziehungen manchmal so schwierig)?

Yoga ist der Weg, Liebe über zwischenmenschliche Beziehungen hinaus erfahren zu dürfen. Die Praxis lädt ein und bietet Werkzeuge an, die universelle Liebe kennenzulernen. In jedem Moment, in dem wir Liebe erfahren, können wir die universelle Liebe oder die Liebe Gottes erkennen. Und die Erfahrung von Liebe schließlich lösen, von einem Menschen oder einer Beziehung, und sie tatsächlich vollkommen ungebunden erleben.

8. Wann bist du zuletzt vom Yogaweg abgekommen?

Ich glaube nicht, dass wir wirklich vom Weg abkommen können. Vielleicht machen wir einen Umweg, der uns jedoch wiederum etwas Bestimmtes lehrt. Yoga ist für mich das aufrichtige Interesse an meiner inneren Welt in der Überzeugung, dass unser Innen, das Herz oder Selbst, eine individuelle Vervielfältigung des Höchsten ist. 


„Oh seeker, that you have broken your vows a hundred times, come again… com again…“

Rumi


9. Welche Tugend würdest du am liebsten besitzen?

Ich würde gerne mehr Vertrauen haben. 

10. Was kann Yoga – und was kann Yoga nicht?

Yoga ist kein Allheilmittel, Yoga ist Lebenseinstellung und Praxis und kann dir Frieden und Erfüllung bringen.


Hier hörst du Tina in unserem Podcast „Besser leben mit Yoga”:


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